[Rezension] The Friend Zone

The Friend Zone

Autorin: Abby Jimenez
Verlag: Forever
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 367
Reihe:
1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist (andere Protagonisten)


Inhalt (übersetzter Klappentext)

Kristen Peterson vermeidet Drama, würde ihre Freunde bis zum Tod verteidigen und hat in ihrem Leben keinen Platz für Typen die sie einfach nicht verstehen. Sie hat außerdem ein großes Geheimnis: sie plant eine medizinische Prozedur die es für sie unmöglich machen wird, Kinder zu bekommen.
Die Hochzeit ihrer besten Freundin zu planen ist bittersüß für sie, besonders als sie den Trauzeugen Josh trifft. Er ist witzig, sexy, fühlt sich nie von ihrem Sarkasmus angegriffen und ihrem Hunger immer eine Enchilada voraus. Sogar ihr Hund Stuntman Mike verehrt ihn. Der einzige Haken: Josh will eine große Familie. Kristen weiß, dass er mit einer anderen besser dran wäre, aber als ihre Anziehung wächst, wird es schwerer und schwerer, ihn auf Abstand zu halten. Weiterlesen „[Rezension] The Friend Zone“

[Rezension] Disrupt-her – Ein Manifest für die selbstbestimmte Frau

Disrupt-her

 

Autorin: Miki Agrawal
Verlag: Kamphausen Media
Format: Taschenbuch / ebook
Preis: €20,00 / €13,99
Seitenzahl: 280
Reihe: –


Inhalt & Meinung

Miki Agrawal hat mehrere erfolgreiche Unternehmen gegründet, unter anderem eines für Periodenunterwäsche und eins für Bidets. Damit hat sie nicht nur als eine der wenigen Frauen solchen Erfolg gehabt, sondern auch noch in Branchen, die eigentlich ein Tabu sind – vor allem für Männer. Ihre Erfahrungen nutzt sie nun, um anderen Frauen Ratschäge zu geben und Mut zu machen, wenn es darum geht, sich in einer männerbestimmten Welt durchzusetzen.

Das Buch ist in 13 Kapitel aufgeteilt und in jedem stellt sie eine Disruption vor: eine Art, die Regeln der Gesellschaft (und auch die des eigenen Denkens) zu durchbrechen. Jedes beginnt sie mit einer Anekdote aus ihrem Leben und generell beruft sie sich oft auf ihre eigenen Erfahrungen. Das ist einerseits sinnvoll um die Anwendung der Lektionen zu verbildlichen, aber andererseits hat sie für meinen Geschmack etwas zu häufig von ihrem großen Erfolg erzählt und immer wieder betont, dass sie millionenschwere Unternehmen gegründet hat. Zwar ist das relevant für ihre Glaubwürdigkeit, aber mir war das etwas zu viel des Guten.

Da ich die ebook-Ausgabe gelesen habe, kann ich keine Angaben zu Seitenzahl machen, aber die Kapitel sind allesamt relativ kurz und die Autorin bringt ihre Aussagen gut auf den Punkt. Dabei fasst sie am Ende jeden Kapitels auch noch mal die bisherigen Disruptionen zusammen, sodass sie sich besser einprägen. Zusätzlich gibt es zu jeder Lektion einige Aufgaben, um sich bewusst zu machen, wie man sie selbst in sein Leben integrieren und es auch gleich umsetzen kann. Interessant fand ich dabei auch die Idee, sich bestimmte Rituale mithilfe eines Armbandes anzueignen, um sich im Alltag das Gelernte bewusstzumachen. Ich persönlich werde das nicht umsetzen und fand manches ehrlich gesagt albern, gerade weil man es öffentlich machen soll und ich das nicht ganz realistisch finde. In einem Kapitel empfiehlt die Autorin sogar, sich mit dem Gummiband zu flitschen, d.h. zu verletzen, wenn man „die falschen“ Gedanken bekommt und das finde ich problematisch.

Insgesamt sind einige gute Punkte dabei, die sich auch nicht auf bestimmte Situationen beziehen, sondern das allgemeine Denken und Sein ansprechen. Besonders gut hat mir das Kapitel gefallen, das darauf eingeht, dass es keinen einen und richtigen Pfad im Leben gibt, auch nicht was die Karriere angeht. Man kann seine Ziele auf viele Wege erreichen und sie auch zwischendurch immer wieder ändern und das geht in Ratgebern oft verloren, weil sie einem die eine perfekte Möglichkeit aufzeigen wollen.

Die meisten der Disruptionen hängen stark mit Feminismus zusammen und die Autorin betont mehrfach, dass das Patriarchat durchbrochen werden muss. Damit passt der Inhalt gut zum Titel und man bekommt im Grunde das, was man erwartet.


Fazit

Zwar sind nicht alle Punkte neu und bahnbrechend, aber trotzdem sind einige gute Lektionen dabei, die ich mir im Hinterkopf behalten werde. Das Buch wird sicher nicht mein Leben verändern, hat aber doch etwas Mut gemacht und motiviert, sich als Frau in der Gesellschaft besser durchzusetzen.

[Rezension] Als ich Amanda wurde

als ich amanda wurde

 

Autorin: Meredith Russo
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Reihe: –

 


Inhalt

Nachdem Amanda in ihrer Heimatstadt auf einer öffentlichen Toilette zusammengeschlagen wurde, zieht sie zu ihrem Vater, den sie seit Jahren nicht gesehen hat und der seit ihrer Geschlechtsangleichung nichts von ihr wissen wollte. Er reagiert aber überraschend positiv und größtenteils besorgt. Amanda verrät niemandem etwas über ihrer Vergangenheit, findet schnell Freunde und sogar einen möglichen Freund, aber was würde er sagen, wenn er über sie Bescheid wüsste?


Meinung

Vorweg: Triggerwarnung für Transfeindlichkeit und Gewalt.

Was mich überzeugt hat, das Buch zu lesen, ist dass es von einer trans Autorin geschrieben wurde. So kann man relativ sicher sein, dass die Darstellung authentisch ist und es nicht nur darum geht, Stereotype zu bedienen. In diesem Fall schreibt die Autorin im Nachwort selbst, dass sie genau das in einigen Fällen getan hat, damit die Geschichte zugänglicher für cis Leser wird, aber sie erklärt eben auch, inwiefern es in der Realität oft Abweichungen gibt und geht auch darauf ein, dass all diese Möglichkeiten gleich valide sind. Das hat mir sehr gefallen.

Das Buch setzt ein, als Amanda zu ihrem Vater zieht und ihre Geschlechtsangleichung bereits hinter sich hat. Nichts an ihr verrät, dass sie trans ist und dabei möchte sie es belassen. Das funktioniert auch sehr gut, bis sie das Gefühl bekommt, nicht ganz ehrlich zu sein wenn sie es verschweigt und sich immer unsicherer wird, ob sie es ihren neuen Freunden – und vor allem dem Jungen den sie mag – anvertrauen kann. Ihre Unsicherheit wird dabei sehr gut deutlich und ich konnte sie auch gut nachvollziehen.

Es hat mir richtig gut gefallen, dass Amanda so schnell Anschluss findet und Freunde findet und um ehrlich zu sein habe ich die ganze Zeit damit gerechnet, dass das ganze irgendeinen Haken hat und es nicht wirklich so gut laufen kann. Ob ich mich dabei geirrt habe oder nicht, sei mal dahingestellt, denn es ist wirklich schön wie die Freundschaft hier dargestellt wird. Amanda wird von vornherein in eine bereits bestehende Mädelsgruppe integriert, die aus ganz verschiedenen Typen besteht und die sie gut ergänzt. Auch ihr love interest ist nichts anderes als nett und respektvoll. Die Nebencharaktere sind hier ein absoluter Pluspunkt. Zwischenzeitlich liest sich das Buch sogar wie ein ganz normaler Highschool Roman mit Liebesgeschichte, auch wenn viele der Tropes weggelassen werden.

Etwas enttäuschend finde ich gerade deshalb, dass es nicht viele Szenen gibt, in denen sie sich einfach unterhalten oder etwas unternehmen, das nicht direkt relevant für die Handlung ist. In diesen Fällen gibt es einfach Zeitsprünge oder es wird z. B. erwähnt, dass sie ausgehen, aber als Leser nimmt man nicht daran teil. Das fand ich etwas schade, weil es einem die Möglichkeit nimmt, die Figuren besser kennenzulernen. Auch der Punkt, an dem die Geschichte endet, hat mich nicht ganz zufriedengestellt, da es ein offenes Ende ist und zwar genau an einer Stelle, an der es noch mal interessant geworden wäre. Trotzdem verstehe ich, wieso es so gewählt wurde.


Fazit

Ein Buch das zeigt, dass ein Coming Out keine einmalige Sache ist und man jedes mal aufs Neue überlegen muss, wem man so etwas anvertraut. Für cis Leser sicher ein guter Einblick in ein mögliches Leben einer trans Person, wenn auch natürlich romantauglich gemacht und für trans Leser vielleicht eine Erinnerung, dass trotz Rückschlägen auch alles gut werden kann. Wäre das Buch etwas länger gewesen, hätte ich kaum etwas daran auszusetzen gehabt.

Die letzten Neuzugänge 2019

Neuzugänge sind eine Art Beitrag, die es hier nur selten gibt. Das liegt zum einen daran, dass ich gar nicht so viele Neuzugänge habe, dass es sich (meiner Meinung nach) lohnen würde, daraus eine regelmäßige Kategorie zu machen. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass ich versuche, neue Bücher möglichst zeitnah zu lesen und ihr sie so ohnehin auf dem Blog seht – wenn nicht als Rezension, dann zumindest kurz im Rückblick. In den letzten Monaten sind es allerdings doch ein paar mehr geworden und weil ich mich auf alle so sehr freue, möchte ich sie euch diesmal zeigen.

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