[Rezension] Noél

 

Titel: Noél – Wie alles begann…
Autor/in: Silke Klein
Verlag: Books on Demand (selbst verlegt)
Format: Taschenbuch
Preis: €15,90
Seitenzahl: 251
Reihe: Noél
1. Wie alles begann… (25. Februar 2011)
2. Die Suche (26. Mai 2011)
 
Inhalt: Noél ist ein Halbvampir und lebt seit 220 Jahren mit seiner Mutter in den Pyrenäen, von allem isoliert. Als sie auf andere Vampire treffen, ändert das ihr Leben schlagartig. Sie entschließen sich, in einer kanadischen Kleinstadt ein neues Leben anzufangen. Noél, der bisher nichts anderes als den einsamen Wald kannte, lernt Dinge wie Freundschaft und Liebe kennen, aber gerät auch in Komplikationen mit einem anderen Vampir, der dort Menschen tötet…

Meinung:
Noél ist ein Halbvampir, dessen Mutter bei der Geburt starb. Kurz darauf verwandelte er Amélie, deren beste Freundin. Diese sieht er von nun an als seine Mutter an. Er ist 220 Jahre alt und war noch nie außerhalb des Waldes. Als er dann Maggie trifft merkt er, dass das Leben mehr zu bieten hat als das einsame Leben, von allen abgeschottet. Er zieht mit Amélie, die er dort als seine Schwester vorstellt, in die Stadt. Schnell lernt er Joanna kennen, in die er sich sofort verliebt.
So. 1. Kritikpunkt. Dass sich Noél schnell in Joanna verliebt ist okay. Vampire verlieben sich in diesem Buch nur ein Mal – für immer. Dass Joanna diese Gefühle aber sofort erwiedert, fand ich unrealistisch. Gleich nach dem ersten Date gestehen sie sich ihre Liebe und der andere ist plötzlich mehr wert als das eigene Leben.
Außerdem schließen Noél und seine Mutter/Schwester schnell Freundschaften. Sie lernen zwar nicht viele Leute kennen, aber mit denjenigen sind sie schon nach wenigen Minuten oder Stunden eng befreundet und würden ihnen ihr Leben anvertrauen.
Mit dem negativen mache ich direkt mal weiter. Die Dialoge klingen allesamt unecht und gestellt. So würde man sich einfach nicht ausdrücken. Außerdem wiederholen sich manche Sätze ganz schön oft. Noél sagt beispielsweise jeden Abend: „Ich brauche dringend Schlaf.“ und erzählt danach jedes Mal, dass er duschen geht. Hm, gut zu wissen.
Die Charaktere sind nicht allzu facettenreich. Keinem konnte ich irgendwelche besonderen Eigenschaften zuordnen, sie scheinen alle etwas zu perfekt zu sein.
Außerdem habe ich noch eine Anmerkung zum Buch selbst, nicht zur Geschichte. Ich fand es sehr anstrengend, es zu lesen. Das Taschenbuch lässt sich schwer aufklappen. Dadurch dass die Schrift bis ganz an den inneren Rand reichte, war es schon nach kurzer Zeit sehr anstrengend für die Finger. Zudem ist die Schrift ziemlich klein.
Das alles klingt jetzt schlimmer als es eigentlich war. Es waren eher diese Kleinigkeiten die mich gestört haben, so schwerwiegend war es im Endeffekt aber nicht. Vor allem wenn man beachtet, dass dies das erste Buch der Autorin ist.
Um jetzt die Missverständnisse auszuräumen: Das Buch hat mir trotzdem gut gefallen! Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, auch wenn die Umsetzung etwas besser hätte sein können. Sobald die beiden in die Stadt gezogen waren, wurde das Buch zwar nicht direkt spannend, aber interessant. Ich war neugierig, wie sie sich entwickeln und ob sie ihr Geheimnis bewahren können und sowas.
Fazit:
Eine gute Idee mit kleineren Mängeln bei der Umsetzung. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.
3/5 Punkten
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