[Rezension] Calling Crystal / Seeking Crystal

Deutscher Titel: Calling Crystal
Originaltitel: Seeking Crystal
Verlag: dtv / Oxford Childrens Books
Format: Hardcover / Taschenbuch
Preis: €16,95 / €8,10
Seitenzahl: 384 / 272
Kaufen: *Deutsch* / *Englisch*
Reihe:
1. Finding Sky
2. Saving / Stealing Phoenix
3. Calling / Seeking Crystal
 
Inhalt:
Crystal besitzt kaum Savant-Fähigkeiten und beherrscht nicht einmal die Telepathie. Als ihre Schwester durch Zufall ihren Seelenspiegel trifft, bemerkt Xavier, der Heiler der Benedict Familie, eine Blockade in Crystals Kopf. Sie sagt ihm, dass es ihn nichts angehe und reist zurück nach Italien. Xav hört allerdings nicht auf, sich Sorgen um sie zu machen. Dabei können sie doch unmöglich Seelenspiegel sein, oder?
Meinung:
Crystal hat nur sehr begrenzte Fähigkeiten. Dafür wurde sie schon als Kind nicht ernst genommen und seitdem steht sie im Schatten ihrer Schwester, die allein durch ihre Anwesenheit Frieden bringt. Dagegen ist ihr eigenes Talent, verlorene Gegenstände zu finden, geradezu lächerlich. Außerdem kann sie keine Telepathie anwenden und so auch nicht ihren Seelenspiegel erkennen, selbst wenn sie ihm begegnen sollte.
Sie konzentriert sich also lieber auf ihre Karriere als Herstellerin von traditionellen venezianischen Kostümen und überlässt ihrer Schwester die Savant-Sache. Xavier, der humorvollste der Benedict-Brüder, zeigt allerdings viel Interesse in sie und ihre Gesundheit und möchte ihr helfen.
Was mir positiv aufgefallen ist: Die Trilogie wurde von Buch zu Buch weniger kitschig. Aufgrund der Sache mit den Seelenspiegeln, die den einzig perfekten Partner für den jeweils anderen darstellen und wodurch sich die beiden Beteiligten praktisch sofort ineinander verlieben und alles füreinander tun würden, ist automatisch ein gewisser Kitschfaktor vorhanden. Trotzdem wurde die Geschichte ernster und war von Anfang an nicht nur auf die Liebesgeschichte konzentriert.
Die Hauptfigur Crystal ist sehr selbstständig und lässt sich ungern von anderen in ihre Angelegenheiten hineinreden. Das hat mir gut gefallen, da die Jugendbücher immer noch voll sind von Teenagermädchen, die sich von der männlichen Hauptperson retten und beschützen lassen müssen. Damit möchte ich nicht sagen, dass Crystal keine Hilfe braucht, allerdings nimmt sie sie ungern an und versucht, erst mal alleine zurechtzukommen.
Fazit:
Ein solider Abschluss für die Trilogie, obwohl wohl noch mindestens ein weiterer Band erscheinen wird. Es sind ja noch ein paar Brüder übrig, die ihren Partner noch nicht gefunden haben. Obwohl den Büchern das gewisse Etwas für die Höchstpunktzahl fehlt, freue ich mich, dass es weitergeht, weil die Bücher doch sehr unterhaltsam sind.
4/5 Punkten

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