[Reihen-Kurzrezension] Hex Hall

Titel: Wilder Zauber / Dunkle Magie / Dämonenbann
Autor: Rachel Hawkins
Verlag: Lyx
Format: ebook (als Taschenbuch teils nicht mehr erhältlich)
Seitenzahl: 304 / 352 / 305
Preis: je €8,99


Inhalt

Sophie ist eine Hexe, weiß darüber allerdings nicht viel, außer dass sie mit ihrer Magie ständig Dinge anrichtet, die so nicht geplant waren. Als etwas besonders schief geht, wird sie auf ein Internat geschickt, in dem Hexen, Feen, Werwölfe und auch ein einzelner Vampir unterrichtet werden. Natürlich wird es nicht so unspektakulär wie geplant, da direkt ein Zirkel Hexen versucht, Sophie für sich zu gewinnen und zeitgleich auch noch eine von ihnen angegriffen wird.

(Rezension ist spoilerfrei)


Meinung

Sophie ist sympathisch, macht aber ständig Ärger – ob nun gewollt oder nicht. Was mir nicht so gefallen hat ist das Klischee, dass sie sich sofort in den gutaussehendsten Jungen verliebt, aber wenigstens ist er freundlich und witzig und das damit nicht komplett oberflächlich oder abwegig. Ich mochte auch die Dynamik zwischen den beiden sehr, auch weil sie erst mal Freunde werden und Gefühle dabei zunächst gar keine Rolle spielen.

Den Fantasyaspekt fand ich nicht schlecht, auch wenn er nicht außergewöhnlich war. Was ich völlig unrealistisch fand, ist allerdings dass niemand Sophie irgendetwas erklärt und sie auch nach einem halben Jahr am Internat noch nicht mehr über Magie oder ihre Kräfte weiß und generell noch völlig ahnungslos ist. Keine Ahnung, wovon ihr Unterricht handelt, aber etwas nützliches war offensichtlich nicht dabei. Wenn ein Buch schon in einem Internat für Übernatürliche spielt, dann sollte man doch meinen, dass sie dort ein bisschen was erfährt und hinterher schlauer ist als vorher. Vorher wusste sie übrigens absolut gar nichts über Magie und hat alles zufällig herausgefunden. Auch das finde ich bescheuert, schließlich können die Autoritäten doch die jungen, ahnungslosen Hexen nicht einfach so rumspazieren und Leute verzaubern lassen, ohne dass jemand weiß wie ihm geschieht. Logiklücken waren also auf jeden Fall zu finden, selbst wenn man nicht danach gesucht hat.

Den ersten Band fand ich trotzdem sehr unterhaltsam und kurzweilig. Wie schon erwähnt mochte ich Sophie und auch die anderen Charaktere, die man kennenlernt, konnten mich überzeugen, auch wenn sie das eine oder andere Klischee bedienen.

In der Fortsetzung flachte das für mich etwas ab und es gab einige Längen. Allerdings hat man endlich ein paar Dinge erfahren und es gab auch Plottwists, die mich durchaus überraschen konnten.

Der Abschluss hat mir wieder etwas besser gefallen, konnte aber nicht mit dem ersten Teil mithalten. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Stimmung sich sehr grundlegend verändert hat und im Bezug auf die Handlung natürlich deutlich ernster geworden ist. Trotzdem verliert die Protagonistin dabei nicht ihren Humor, der nicht immer angemessen ist, aber besonders gefallen hat mir eben, dass er Teil ihres Charakters ist und das auch angesprochen wird. So wirkt es nicht, als würde etwas ins Lächerliche gezogen werden.


Fazit

Insgesamt eine solide Jugendfantasy-Reihe, die mich gut unterhalten konnte. Die Stimmung der Bücher wandelt sich dabei natürlich mit fortschreitender Handlung und wird deutlich ernster, aber trotzdem geht der Humor nicht verloren.

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