[Rezension] Tales of Partholon 1 – Ausersehen

Autorin: P.C. CastTales of Partholon 1
Verlag: Mira Taschenbuch
Übersetzer: Ivonne Senn
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 528
Preis: neu nicht mehr erhältlich
Reihe:
1. Ausersehen
2. Verbannt
3. Gekrönt
4. Erhört
5. Beseelt


Inhalt

Shannon ist Englischlehrerin und steht auf antike Gegenstände. Aus diesem Grund besucht sie eine Auktion und verliebt sich sofort in eine Urne, die eine Frau zeigt, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht. Als sie damit auf dem Weg nach Hause ist, findet sie sich allerdings nach einem Autounfall plötzlich in einer Parallelwelt wieder, in der sie den Platz von Rhiannon einnimmt, der Auserwählten der Göttin Epona, die aussieht wie ihr Spiegelbild. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss sie dort direkt deren Position einnehmen, denn ihr Volk ist in Gefahr.


Meinung

Die Grundidee der Geschichte hat mein Interesse direkt geweckt und war auch genau was ich erwartet hatte. Shannon muss damit zurechtkommen, dass sie sich plötzlich in einer anderen Welt befindet, wo aber nicht nur sie, sondern auch andere Charaktere aussehen wie Leute in der „echten“ Welt. Aus diesem Grund glaubt sie es auch nicht sofort, als ihr mitgeteilt wird, was passiert ist, aber sie passt sich relativ schnell – aber nicht unrealistisch schnell – an. Mit dieser Phase habe ich häufig ein Problem, weil Charaktere die unwahrscheinlichsten Dinge einfach so akzeptieren können, aber hier war es ganz gut gelöst.

Shannon mochte ich grundsätzlich ganz gern. Sie ist das Gegenteil von Rhiannon, die ihre Macht stark ausgenutzt hat und die jeder zugleich verehrt und gefürchtet hat. Das fällt natürlich auf, aber es ist sympathisch dass sie trotzdem sie selbst ist und sich weigert, sich an ihre neue Position anzupassen. Was mir gut gefallen hat ist die Tatsache, dass ihr bewusst ist, dass sie sich in dieser Welt nicht auskennt und dazu steht und sich entsprechenden Rat holt oder ihre Aufgaben weitergibt. Sie ist nicht der Meinung, alles allein lösen zu müssen und das ist eine erfrischende Abwechslung.

Was mich anfangs massiv gestört hat, ist der Umgang mit Sex und das möchte ich auch unbedingt ansprechen, obwohl es für die Handlung keine große Rolle spielt. Es war tatsächlich von „schlampenhaftem Verhalten“ oder „schlampenhafte Gefühle hegen“ die Rede. Das finde ich schon überhaupt nicht in Ordnung. Shannon hat Rhiannon auch stark für ihre wechselnden Partner verurteilt, zusätzlich kann sie aber schon am zweiten Tag an nichts anderes mehr denken, als daran, mit dem männlichen Loveinterest zu schlafen. Gleichzeitig betont die Protagonistin dabei aber, dass sie sonst ja nie so ist. Natürlich. Doppelmoral much? Das geht gar nicht.

Die Liebesgeschichte war generell sehr überstürzt und ging einfach viel zu schnell um auch nur halbwegs überzeugend zu sein.

Die Handlung war in Ordnung, ganz überzeugt war ich aber nicht. Ich hätte gern mehr Hintergründe gehabt, gerade was die „Bösewichte“ angeht, die plötzlich aufgetaucht sind und für die es keine gute Begründung gab. Spannung war hin und wieder vorhanden, ich hatte aber erst gegen Ende das Gefühl, das Buch wirklich unbedingt weiterlesen zu wollen. Das Ende ist außerdem abgeschlossen genug um es so stehenzulassen, daher bin ich noch unsicher, ob ich die Fortsetzung lesen werde.


Fazit

Ein Fantasyroman mit guter Grundidee und sympathischen Charakteren, der mich aber mit seiner Handlung nicht komplett überzeugen konnte und an dem ich den fragwürdigen Umgang mit dem Thema Sex kritisieren muss.

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