[Rezension] Bis zum Himmel und zurück

Autorin: Catharina JunkBis zum Himmel und zurück
Verlag: Kindler
Format: Hardcover
Preis: €17,95
Seitenzahl: 342
Reihe: –

Inhalt

Katja hat endlich die Chance, ein Drehbuch für ihre eigene Serie zu schreiben, allerdings soll es eine Familienserie werden und mit Familien kennt sie sich so gar nicht aus. Nach dem Tod ihrer kleinen Schwester, nach dem die Familie nach und nach auseinanderbrach, hatte Katja jahrelang keinen Kontakt zu ihren Eltern. Bis ihre Mutter anruft um zu berichten, dass ihr Vater im Koma liegt. Jetzt muss sie eine Entscheidung treffen: Lässt sie ihre Eltern wieder in ihr Leben oder verbannt sie sie endgültig daraus?

Meinung

Katja hat einige Probleme im Leben, nicht nur ihre kaputte Familie, aber letztendlich ist wahrscheinlich alles darauf zurückzuführen. Sie schreibt Drehbücher für eine Serie, die sie selbst nicht mal schaut und hat so etwas ähnliches wie eine Beziehung mit einem Kerl, der ständig abgedrehte Ideen hat und sie nie umsetzt. Sie scheint allerdings zufrieden genug damit zu sein, um nichts zu ändern und ich denke, das macht sie für viele zu einer Protagonistin, mit der man sich identifizieren kann. In manchen Momenten konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen, aber alles in allem finde ich sie wirklich sympathisch und mag vor allem ihren Humor.

Abwechselnd zur Geschichte in der Gegenwart werden Ereignisse aus der Vergangenheit erzählt. Da man schon früh weiß, worauf es hinauslaufen wird, fand ich diese von Anfang an bedrückend und das steigert sich immer weiter. Mit leichter Lektüre hat man es hier also nicht zu tun. Durch die abwechselnde Erzählweise wird das aber zwischendurch immer wieder etwas aufgelockert, was mir gut gefallen hat.

Dieses Buch hat einiges, was ich sehr mochte. Die unperfekte Protagonistin, den unvorhersehbaren Ratko (über den ich wirklich gerne ein Spin-off hätte!), den interessanten Job der Protagonistin und die damit einhergehende Meta-Ebene, denn die Serie, die Katja schreibt, ist ganz eindeutig von ihrem Leben inspiriert. Obwohl das nicht durchgehend eine Rolle spielt, ist das etwas, was den Roman für mich besonders gemacht hat.

Meiner Ansicht nach war die Geschichte etwas zu kurz. Nicht nur deshalb, weil ich das Buch sehr mochte und gerne mehr gelesen hätte, sondern auch weil ich kein Fan von offenen Enden bin und noch viele Aspekte am Ende ungeklärt sind. Es muss nicht alles völlig explizit gesagt werden, aber zumindest ansatzweise hätte ich mir noch ein paar Ausblicke erhofft.

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