[Rezension] Kleine Feuer überall

Kleine Feuer überall

 

Autorin: Celeste Ng
Verlag: dtv
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
Reihe: –


Inhalt

Mia und ihre Tochter Pearl haben nie lange an einem Ort gewohnt, aber diesmal soll es anders werden. Als sie nach Shaker Heights ziehen, kommen sie dorthin um zu bleiben. Pearl soll dort an einer guten Schule ihren Abschluss machen, Mia kann als Fotografin überall arbeiten. Als Pearl sich mit Moody anfreundet, knüpft sie eine Verbindung zur Familie Richardson, die sich völlig von ihrer unterscheidet. Einige Zeit später brennt deren Haus; das Feuer vermutlich gelegt von der jüngsten Tochter, Isabel.


Meinung

Die Inhaltsangabe klingt vermutlich ziemlich wirr, aber dann geht es euch jetzt ebenso wie mir, als ich das Buch begonnen habe. Die Geschichte setzt ein, als das Haus bereits in Flammen steht, dann folgt ein zeitlicher Sprung zum Tag an dem Pearl und Mia in der Nachbarschaft einziehen. Zunächst scheint es da keinerlei Verbindung zu geben und über lange Teile des Buches hätte ich nicht einmal sagen können, wovon es eigentlich handelt. Auch rückblickend ist das nicht einfach, aber es ist auch besser, unwissend in die Geschichte hineinzugehen.

Ein allwissender Erzähler wechselt immer wieder die Perspektive zwischen verschiedenen Charakteren. Am meisten erfährt man dabei über Mrs. Richardson, Pearl und Mia und das gefiel mir sehr. Ich fand es beeindruckend, dass die Charaktere eine so gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte erhielten, die dem Leser an passenden Stellen mitgeteilt wurden. Dadurch haben sich jedes Mal Lücken geschlossen, die ein bisschen mehr Zusammenhang zu den anderen Ereignissen herstellten. Das gefiel mir so gut, dass ich es schade fand, nicht in jeden Charakter so genaue Einblicke erhalten zu haben.

Es gibt nicht nur einen Handlungsstrang, sondern mehrere, die auch parallel oder in der Vergangenheit stattfinden. Das machte die Geschichte noch mal komplexer und um ein vielfaches interessanter. Alle Aspekte der Handlung haben mich zu gleichen Teilen interessiert und fasziniert und ich konnte es nicht erwarten, noch mehr herauszufinden. Mein (bis auf den verwirrenden Anfang) einziger Kritikpunkt ist daher, dass ich nach dem Ende gerne noch weitergelesen hätte.


Fazit

Der verwirrende Beginn hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht, danach war ich aber völlig überzeugt. Obwohl lange Zeit kein roter Faden erkennbar ist, setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen und spricht wie nebenbei auch wichtige ethische Fragen an. Mich hat das Buch stark beeindruckt!

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2 Kommentare zu „[Rezension] Kleine Feuer überall

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