[Rezension] Golden Boy

Golden Boy

Autorin: Abigail Tarttelin
Verlage: W&N / Atria Books
Format: Hardcover oder Paperback
Seitenzahl: 406
Reihe: –
Sprache: Englisch

 

 


Inhalt

Max zählt als „Golden Boy“, als perfekt. Er ist immer freundlich, allgemein beliebt und hat super Noten. Was dabei nicht zum öffentlichen Bild gehört: Er ist intersex, das heißt biologisch gesehen weder männlich, noch weiblich. Oder beides. Max weiß selbst nicht so recht was das bedeutet, denn obwohl seine Eltern ihn unterstützen und es sie nicht zu stören scheint, wird das Thema totgeschwiegen. Gerade als sein Vater für eine wichtige Position kandidiert, soll es auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen, allerdings passiert genau dann etwas schreckliches, was eindeutig Konsequenzen haben wird.


Meinung

Dieses Buch konnte mich extrem überzeugen. Es ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, nämlich der von Max, seinem Bruder, seinen Eltern und einer Mitschülerin. Dadurch wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und man sieht auch gleich das öffentliche Bild von Max, an dem wirklich niemand etwas schlechtes finden kann. Auch er selbst ist mit seinem Leben völlig zufrieden und damit, dass er intersex ist, hat er sich schon lange abgefunden, sodass es ihn nicht weiter beeinflusst.

Dann passiert allerdings etwas, was ich bewusst nicht erzählen möchte, was aber weitreichende Folgen hat. Das gilt auch für Max‘ Identität, derer er sich nun nicht mehr so sicher ist. Dadurch werden interessante Fragen aufgeworfen und man erfährt zusammen mit Max auch einige wissenschaftliche Fakten zum Thema „intersex“, was bedeutet dass das Buch auch dann völlig verständlich ist, wenn man sich damit bisher keine Berührungspunkte hatte, bzw. sich damit nicht auseinandergesetzt hat.

Was mir besonders gefällt, ist dass Max‘ biologisches Geschlecht nicht als Problem dargestellt wird, sondern erst durch die Umstände zu einem wird. Zusätzlich finde ich alle Charaktere wirklich interessant und finde vor allem die Einstellungen der Eltern spannend, die unterschiedlich, aber doch nachvollziehbar sind. Das zeigt auch verschiedene Probleme auf, für die es keine offensichtliche Lösung gibt – was hier auch für viele andere Entscheidungen gilt.

Dementsprechend stehen hier auch Familienbeziehungen im Vordergrund. Zusätzlich zu den Sichtweisen der Eltern gibt es hier auch die Perspektive von Daniel, dem 10-jährigen Bruder. Die Kapitel aus seiner Sicht bringen oft etwas Lockerheit und Humor rein, auch wenn sich das im Laufe der Geschichte und mit steigender Anspannung auch ändert.


Fazit

Ein Jugendroman, der Intersexualität (für mich als Außenstehende!) sehr gut behandelt. Wichtig ist, dass sie nicht als Problem dargestellt wird, sondern nur als etwas, was Probleme zur Folge haben kann. Man erfährt viel darüber und alles wird durch verschiedenen Sichtweisen differenziert dargestellt. Große Empfehlung!

Advertisements

2 Kommentare zu „[Rezension] Golden Boy

  1. Hallo Jacquy,
    den Titel werde ich gleich mal auf meine Wunschliste setzen. Das Thema klingt sehr interessant. Vor allem, dass die Tatsache dass Max intersex ist erst mal kein Problem ist, sondern eben dargestellt wird welche Probleme entstehen können, macht mich neugierig auf das Buch.
    Danke fürs vorstellen.
    LG
    Julia

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s