[Rezension] Nachtstürme

 

Nachtstürme
Quelle: Heyne Verlag

 

Autorin: Nicole Peeler
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Übersetzer: Carolin Müller
Erschienen 2011

 

Inhalt

Seit dem Tod ihres Freundes ist Jane eine Außenseiterin in der kleinen Küstenstadt, in der sie lebt. Eigentlich war sie das aber bereits vorher, denn ihre Mutter galt seit ihrem plötzlichen Auftauchen – und erst recht seit ihrem plötzlichen Verschwinden – als seltsam und das übertrug sich auch auf Jane. Als sie eine Leiche entdeckt, erfährt sie durch die Ermittlungen unerwarteterweise auch so einiges über sich selbst.


Meinung

Bei diesem Roman handelt es sich um Romantasy oder Urban Fantasy mit Romantik/Erotik Elementen. Um es gleich vorweg zu sagen: Sex spielt eine Rolle, es gibt aber keine expliziten Szenen, sondern es wird an den entsprechenden Stellen immer ausgeblendet. Trotzdem beeinflusst das den gesamten Schreibstil, denn es gibt immer wieder Anspielungen und Zweideutigkeiten. Das ist natürlich keine objektive Bewertung, aber auf mich wirkte das etwas pubertär und mein Ding war es nicht.

Generell hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil, denn auch die Gedanken der Protagonistin, die durch Anführungszeichen eingefügt sind, haben mich immer wieder aus dem Lesefluss geworfen, weil ich sie für Aussagen gehalten habe und nicht immer direkt klar war, worum es sich handelt. Das hätte meiner Ansicht nach besser gelöst werden können, denn auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, hat es mich stellenweise massiv gestört.

Die Grundidee der Geschichte hat mir gefallen und auch an der Handlung habe ich keine schwerwiegende Kritik, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht völlig überzeugen. Ich wurde gut unterhalten, aber zu den Problemen mit dem Stil kommen auch noch kleinere Probleme mit den Charakteren, denn gerade Ryu -Ermittler und zweite Hauptfigur – blieb für mich etwas blass und man erfährt nicht viel über ihn. Daneben gibt es einige Nebencharaktere, die für mich ruhig eine größere Rolle hätten spielen können, statt nur am Rande mal aufzutauchen. Insgesamt hätte die Figurenkonstellation für meinen Geschmack noch etwas ausgebaut werden können. Das gleiche gilt auch für die Fantasy-Elemente, über die man leider nicht viel erfährt. Das Ende des Buches lässt aber zumindest darauf schließen, dass sich das im Folgeband ändern wird.

Gefallen hat mir der humoristische Aspekt des Buches. Trotz der größtenteils ernsten Ereignisse ist es auf eine sehr lockere Art geschrieben und legt Wert auf Humor, sodass man am Schmunzeln kaum vorbei kommt. Dabei beruhen allerdings viele der Witze auf sexuellen Anspielungen, was ich bereits vorhin kritisiert habe und was mir auch hier leider einfach zu viel und zu anspruchslos war.


Fazit

Romantasy, die aus der Masse nicht wirklich hervorsticht. Durch einen leichten und lockeren Schreibstil verfliegen die Seiten, allerdings konnte mich die Umsetzung der recht vielversprechenden Handlung nicht ganz überzeugen. Unterhaltsam war es aber allemal.

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