[Rezension] Fuck you, Love

 

Fuck you, Love

 

Autorin: Daniela Hartig
Verlag: Twentysix
Format: Taschenbuch / ebook
Preis: €12,90 / €2,99
Reihe:
1. Fuck you, Love
2. Fuck you, Hope

Inhalt

Seit Tagen lauert Floyd ein Mädchen auf und er will nichts weniger, als sich mit ihr auseinanderzusetzen. Wieso? Sie behauptet, er habe sie vergewaltigt, aber er erinnert sich nur vage an besagte Nacht. Obwohl er zunächst nichts mit ihr zu tun haben möchte, interessiert er sich doch immer mehr für Storm, sobald er sie kennenlernt, allerdings ist sie unfassbar unnahbar und natürlich steht auch die mögliche Vergewaltigung zwischen ihnen.


Meinung

An dieser Stelle spreche ich direkt eine mögliche Spoilerwarnung aus. Je nachdem, wie eng ihr es damit seht, könnte es sein, dass ich für euch etwas vorwegnehme.

Der Klappentext des Buches verrät kaum etwas, aber ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil es als super emotional beschrieben wurde und eine fantastische Wertung von 4,9 Sternen hat, obwohl es aus einem Selfpublisherverlag stammt und da gemäß meiner Erfahrungen eher kritischer bewertet wird als bei großen Verlagen. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte das Buch lesen und genauso begeistert werden. Mein Plan ist aber leider nicht aufgegangen.

Schon auf den ersten Seiten wird das Thema des Buches klar und schon dort war ich extrem skeptisch, wie es weitergehen würde. Ist Floyd doch unschuldig und alles klärt sich auf? Ist er schuldig und muss nun mit seiner Schuld leben? Aber man wird doch hoffentlich nicht einfach darüber hinwegsehen, oder? Das kann ich natürlich nicht verraten, aber ich kann sagen dass es lange dauert, bis man auf diese Frage eine Antwort erhält. Diese Ungewissheit teilt man mit den Charakteren, denn Storm erinnert sich auch nicht.

Storm ist ein wirklich interessanter Charakter, denn sie ist abweisend und unnahbar, ändert ihre Stimmung schnell und man weiß nie, was sie als nächstes tun wird. Zum einen macht es dadurch wirklich Spaß, sie kennenzulernen, aber zum anderen machte es mir das auch etwas schwer, sie wirklich zu mögen, denn für den Leser ist sie genauso unnahbar wie für Floyd.
Floyd hingegen konnte ich überhaupt nicht leiden. Seine Familie ist reich, er hat alles und bekommt alles was er will und dementsprechend verhält er sich auch. Mädchen und Frauen behandelt er wie Dreck und auch zu allen anderen ist er nicht wirklich netter. Das bleibt glücklicherweise aber nicht so und seine Wandlung hat mir gefallen.

Den Plot fand ich an sich ganz interessant, auch wenn ich schon zu Beginn skeptisch war, in welche Richtung er sich entwickeln könnte. Leider war meine Skepsis sehr berechtigt, denn ihr könnt euch bereits denken, dass Floyd ein romantisches Interesse an Storm entwickeln wird. Davon abgesehen, dass die Voraussetzungen für ihr Kennenlernen etwa die schlechtesten sind, die es geben kann, verläuft auch die nächste Zeit für die beiden nicht viel besser. Ohne ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass ich den Umgang der beiden miteinander einfach nur schrecklich fand. Floyd verhält sich weiterhin wie der verwöhnte Kerl der er ist und nimmt Rücksicht auf niemanden, Storm leistet sich auch ein paar Aktionen, die ich extrem an der Grenze fand und insgesamt bin ich der Meinung, dass die beiden sich einfach voneinander hätten fernhalten sollen, weil das für alle das Beste wäre. Da ist einfach zu Beginn keinerlei Chemie spürbar und – selbst von den Umständen abgesehen – verstehe ich nicht, wieso sie sich überhaupt weiterhin sehen, weil das für mich unfassbar unglaubwürdig war.


Fazit

Eine interessante Grundidee entwickelt sich leider zu einer Beziehung, die ich persönlich extrem problematisch fand. Die Charaktere hätten sich, meiner Meinung nach, nach dem Beginn des Buches nie wiedersehen sollen und für mich wäre es interessanter gewesen, zu lesen, wie beide getrennt voneinander mit den vergangenen Ereignissen umgehen. So würde ich es nicht weiterempfehlen und schon gar nicht als Liebesgeschichte.

3 Kommentare zu „[Rezension] Fuck you, Love

  1. Meine Güte, allein der Klappentext klingt schon verflucht heftig?! Auch wenn ich die Auflösung nicht kenne, finde ich es jetzt schon sehr befremdlich, dass sich aus der Ausgangssituation heraus etwas zwischen den beiden entwickelt. Brrrrr – dein Fazit „So würde ich es nicht weiterempfehlen und schon gar nicht als Liebesgeschichte“ trifft es perfekt.

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    1. Puh, gut dass du es nachvollziehen kannst. Die Rezensionen auf Amazon sind durchweg positiv und niemand spricht das an und das schockiert mich schon SEHR. Darum war mir die Rezension auch wirklich wichtig, auch wenn es mir an guten Formulierungen mangelte.

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      1. Ich finde deine Formulierungen treffend! Aber ja, Amazon ist so ’ne Sache für sich. Die durchschnittliche Bewertung wird ja nicht mehr rein durch den Durchschnitt berechnet, sondern je nach Lust und Laune (gefühlt) gewichtet, und überhaupt kann man viele Rezensenten da nicht ernst nehmen. :/

        Gefällt 1 Person

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