[Reihenrezension] Immortal Beloved

Autorin: Cate Tiernan
Verlag: Poppy / Loewe
Reihe:
1. Immortal Beloved / Entflammt
2. Darkness Falls / Ersehnt
3. Eternally Yours /  Entfesselt


Inhalt

Nastasya ist über 450 Jahre alt und unsterblich. Sie genießt ihr Leben, feiert viel und ausgiebig und nimmt wenig Rücksicht auf Andere, besonders nicht auf die Sterblichen. Als ihr bester Freund wegen einer Nichtigkeit das Leben eines Menschen zerstört, wacht sie plötzlich auf und möchte so nicht mehr weitermachen, wodurch sie bei River landet. River führt auf einer Farm eine Art „Besserungsanstalt“ für Unsterbliche, wo sie sich von ihrer Vergangenheit befreien und zu sich selbst finden und so bessere Menschen werden können. Aber ist Nastasya überhaupt zu retten?


Meinung

Nastasya ist ein wirklich interessanter Charakter. Sie hat unheimlich viel Zeit damit verbracht, einfach nur nach ihrem persönlichen Vergnügen zu leben und dabei keinen Gedanken an jemand anders verschwendet. Plötzlich wird ihr allerdings bewusst, dass es so nicht weitergehen kann und sie sich ändern möchte. Dabei ist sie vor allem am Anfang davon überzeugt, einfach ein schlechter Mensch zu sein, der sich nicht ändern kann. Das hat sie für mich schon sehr viel sympathischer gemacht als sie zu Beginn des ersten Bandes war. Sie stellt sich selbst stark infrage und man merkt ihr an, dass sie sich ändern möchte, es ihr aber natürlich nicht leicht fällt. Ich denke, damit können sich viele identifizieren, wenn auch auf einer völlig anderen Ebene.

Die Geschichte wird komplett aus Sicht von Nastasya erzählt und das gefiel mir super, weil man so all ihre Gedanken und Probleme aus erster Hand mitbekommt, vor allem auch die über sie selbst, die eine andere Erzählperspektive nicht so gut hätte vermitteln können. Andererseits sorgt das dafür, dass sich ihre Gedanken oft im Kreis drehen, was zwar realistisch, aber etwas anstrengend zu lesen ist.

Wenn man die Reihe beginnt, muss einem bewusst sein, dass sie stark auf Charakterentwicklung fokussiert ist. Wenn man viel Action braucht, um von einem Buch gefesselt zu sein, wird man hier eher weniger auf seine Kosten kommen. Für mich war das allerdings perfekt, denn die Entwicklung einer Figur finde ich persönlich interessanter zu lesen als Kämpfe und Intrigen, auch wenn auch darauf nicht verzichtet wird. Die Bücher verhalten sich in diesem Aspekt ziemlich ähnlich, das bedeutet dass der Fokus auf den Charakteren, deren Entwicklung und Zusammenspiel liegt, es sich aber in jedem Band auf eine spannendere Situation zuspitzt. Mir hat diese Kombination sehr gefallen.

Auch das Magiesystem ist interessant und wird recht anschaulich erklärt. Nastasya hat besonders zu Beginn große Probleme damit, was ich zudem sehr realistisch fand. Sie hat sich vorher nie damit beschäftigt und ich bin froh, dass sie sich nicht einfach als Naturtalent herausgestellt hat, sondern dies eine weitere Sache ist, die sie noch lernen muss.

Da ich Nastasya und ihre Entwicklung so interessant fand, habe ich die Bücher zeitlich ziemlich nah aneinander gelesen und bin froh, das getan zu haben. So hatte ich immer noch alles gut im Gedächtnis und stand nicht vor dem Problem, Namen nicht mehr zuordnen zu können, obwohl viele Charaktere vorkommen, die man sich zumindest halbwegs merken sollte, um mitzukommen. Die Qualität ist aus meiner Sicht ziemlich konstant geblieben und die Bücher haben mir alle sehr ähnlich gut gefallen. Hier gibt es also nicht den häufigen Abfall der Geschichte im zweiten Band.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist eine Liebesgeschichte, ohne die kaum ein Jugendbuch auskommt. Hier spielt sie sich allerdings nur am Rande ab und es gibt den interessanten Faktor, dass die beiden involvierten Charaktere sich bereits über 400 Jahre zuvor begegnet sind und das nicht unbedingt unter den besten Voraussetzungen. Das sorgt für ein ungewöhnliches Hindernis, wodurch sich alles sehr langsam entwickelt, was ich perfekt fand.


Fazit

Eine Trilogie, die mich mit ihrem starken Fokus auf Chrakterentwicklung sehr überzeugen konnte. Die Figuren sind allesamt interessant, haben jede ihre eigene Hintergrundgeschichte und wirken dadurch echt. Auch spannende Elemente sowie eine Liebesgeschichte haben ihren Platz, auch wenn sie keinen übermäßig großen Anteil an der Handlung haben.

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