[Rezension] Angel City Love

 

Angel City Love

Autor: Scott Speer
Verlag: cbt (Dezember 2012)
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 411
Preis: [nicht mehr neu erhältlich]
Reihe: Immortal City (nicht weiter übersetzt)
1. Angel City Love
2. (Natural Born Angel)
3. (Battle Angel)

Inhalt

Maddy lebt in der Stadt der Engel, interessiert sich aber überhaupt nicht für sie. Stattdessen verachtet sie sie eher dafür, Menschen nur gegen Geld zu retten. Alles, was sie will, ist ein guter Abschluss, damit sie danach ans College und damit der Stadt entfliehen kann. Als sie Jackson kennenlernt, der als Wunderkind gilt und bald zum Schutzengel werden soll, geraten ihre Pläne plötzlich durcheinander und als auch noch Morde an Engeln begangen werden, kommt sie da nicht mehr so leicht raus.


Meinung

Was mich an diesem Buch schon im Prolog gefesselt hat, ist die Tatsache, dass die Menschen über Engel Bescheid wissen und diese nicht mehr im Verborgenen helfen, sondern stattdessen ihre Dienste als Schutzengel in Form einer teuren Versicherung verkaufen. Wer nicht versichert ist, wird auch nicht gerettet, so lautet das Gesetz. Kapitalistische Schutzengel? Ich war überzeugt. Diese Idee hat mich wirklich interessiert und ich wollte mehr darüber erfahren.

Leider schlägt das Buch eine etwas stereotypische Richtung ein, als Maddy und Jackson aufeinander treffen. Vor allem hat es mich gestört, wie schnell Maddy von ihm eingenommen war, obwohl er alles verkörpert, was sie stört. Das war meiner Ansicht nach nicht gut umgesetzt. Bis dahin mochte ich sie als Protagonistin nämlich, da sie ihre Werte überzeugt vertritt und sich nicht davon beeinflussen lässt, wie ihre Freunde und Mitschüler zu den Engeln stehen. Sie treten in dieser Welt nämlich an Stelle der Stars (die Los Angeles in unserer Welt auszeichnen) und werden vor allem von Teenagern geradezu verehrt. Wie gesagt rücken diese Gedanken leider schnell in den Hintergrund, weil sie sich von Jackson angezogen fühlt. Zwar äußert sie ihre Argumente zwischendurch kurz, aber langfristig spielen sie keine Rolle mehr. Zudem ging das alles sehr schnell, denn sie sprechen etwa drei mal miteinander, bevor sie ihr Leben für den jeweils anderen opfern würden und sowas finde ich einfach albern.

Die Handlung war davon abgesehen trotzdem nicht unspannend, denn durch die Sichtweise eines Polizisten erfährt man außerdem von Morden, die an Engeln verübt werden und dieser Handlungsstrang konnte meine bereits genannten Probleme genug aufwiegen, dass ich trotzdem weiterlesen wollte. Dabei gab es sowohl Aspekte, die ich schon früh erahnen konnte, als auch welche, die mich wirklich überraschen konnten.

Die Trilogie wurde nach dem ersten Band nicht weiter übersetzt, aber meiner Ansicht nach kann er auch als Einzelband gut gelesen werden, da er ziemlich abgeschlossen endet. Ich werde jedenfalls nicht weiterlesen.


Fazit

Ein Roman, der mich mit seiner Interpretation von Schutzengeln und solider Spannung fesseln konnte, obwohl die Charaktere mich weniger überzeugen konnten. Insgesamt eher mittelmäßig.

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