[Rezension] Befreit – Wie Bildung mir die Welt erschloss

Befreit

Autorin: Tara Westover
Verlag: Kiwi
Format: Hardcover
Genre: Biografie
Erschienen: 7. September 2018
Seitenzahl: 441
Preis: €23,00
Reihe: –


Inhalt

Tara wuchs in einer Mormonenfamilie auf und für sie war es völlig normal, dass sie nicht zur Schule ging, sondern stattdessen ihrem Vater auf seinem Schrottplatz helfen musste, während er sich auf das Ende der Welt vorbereitet. Gewalt und Manipulation stehen dabei an der Tagesordnung und irgendwann beschließt sie, dass sie so nicht mehr weitermachen, sondern ans College gehen möchte.


Meinung

Das Buch hat mein Interesse geweckt, da es sich um eine Biografie handelt und die Autorin erzählt, wie sie es geschafft hat, einen Universitätsabschluss zu bekommen, obwohl sie ihre Kindheit fernab von der Schule verbracht hat. Dass ihre Familie Mormonen sind, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht und ich war auch nicht darauf vorbereitet, wie sehr mich dieses Buch mitnehmen würde. „Gewalt und Manipulation“ sind Aspekte von denen ich aber gerne vorher gewusst hätte, deshalb nenne ich sie hier.

Der Einstieg in die Erzählung fiel mir etwas schwer, weil der Schreibstil am Anfang sehr ausgeschmückt ist und ich einen eher nüchternen Stil bevorzuge, aber nach den ersten Kapiteln werden die Beschreibungen weniger bildhaft. Zu Beginn habe ich die Verhältnisse, unter denen Tara aufwächst, noch nicht als besonders schlimm, wenn auch ungewöhnlich, angesehen, aber das ändert sich spätestens als sie ins Teenageralter kommt und die Lage sich deutlich verschlimmert. Es war schwer für mich, zu lesen, wie die anderen Familienmitglieder mit ihr umgehen und ich fand es völlig verständlich, als sie beschließt, zu gehen.

Es ist super interessant zu erfahren, wie Tara nach und nach die „echte Welt“ kennenlernt und merkt, wie wenig sie von ihren Eltern tatsächlich gelernt hat und wie unwissend sie in Wirklichkeit ist. Egal, ob es nun wichtige historische Begriffe oder Persönlichkeiten sind, von denen sie erst im College zum ersten mal hört, oder das Verhalten ihrer Mitbewohnerinnen, das sie nicht verstehen kann oder aufgrund ihrer Erziehung verurteilt.

Daneben fand ich es außerdem wirklich inspirierend, wie viel Zeit und Energie sie in ihren Wunsch steckt, zu lernen und dass sie wirklich entsprechend handelt und alles tut, was sie kann, um ihn zu erfüllen.


Fazit

Eine beeindruckende und schockierende Biografie, die mich beim lesen mitgenommen, wütend gemacht, aber auch gefesselt und inspiriert hat.

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2 Kommentare zu „[Rezension] Befreit – Wie Bildung mir die Welt erschloss

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