[Rezension] Die letzten Tage des Patriarchats

 

Die letzten Tage des Patriarchats
Quelle: Rowohlt

Autorin: Margarete Stokowski
Verlag: Rowohlt (2018)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 317

Außerdem von der Autorin:
„Untenrum frei“ (2016)


Margarete Stokowski schreibt unter anderem für die taz und Spiegel Online und hat mit diesem Buch 75 ihrer Kolumnen und Essays gesammelt. Das Buch beginnt mit einem Vorwort, in dem erst mal grundlegende Begriffe wie „Feminismus“ und „Patriarchat“ geklärt werden und worin die Autorin ein bisschen über ihren Hintergrund erzählt, was vor allem für Leser, die sie vorher nicht online verfolgt haben und vielleicht noch nicht so viel thematisches Wissen haben, super ist.

Ist der Feminismus zu weit gegangen? Natürlich! Es gehört zum Wesen des Feminismus, ‚zu weit zu gehen‘ für die aktuell geltenden Normen. Weil sich sonst nichts verändert.
– Seite 67

Der Titel deutet schon darauf hin, dass viele der Texte sich mit feministischen Themen befassen, es geht aber auch um Politik im gröberen Sinne und auch um Unterthemen wie das Körperbild oder Gewalt. Man braucht sich definitiv keine Sorgen zu machen, in jedem Text das gleiche lesen zu müssen, denn sie sind nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch abwechslungsreich. Dabei merkt man auch, dass sie aus einem Zeitraum mehrerer Jahre stammen und wie sehr die Autorin sich in dieser Zeit weiterentwickelt hat. So hat sie zum Beispiel genau aus diesem Grund ihren ersten Text, aus dem Jahr 2011, mit eingefügt, auch wenn er kaum zu den anderen passt.

Die meisten Texte sind 3-5 Seiten lang, was für mich die perfekte Länge ist. Die Themen werden dabei nur kurz angeschnitten, aber oft reicht das schon aus, um ein Bild von der Sicht der Autorin zu vermitteln und dem Leser eigene Denkanstöße zu geben. Dabei bezieht sie sich überraschend wenig auf eigene Erfahrungen, sondern viel auf aktuelle Ereignisse oder Studien, womit ihre Statements oft belegt sind. Die ernsten Themen lockert sie mit ihrem Schreibstil perfekt auf, sodass das Lesen wirklich Spaß macht.


Fazit

Eine Sammlung von Kolumnen, die ein breites Themenspektrum rund um Politik und Feminismus abdeckt. Das Buch lässt sich wunderbar flüssig lesen, ist unterhaltsam geschrieben, aber auch lehrreich und gibt einige Denkanstöße.

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