[Rezension] The Loneliest Girl in the Universe

 

The loneliest girl in the universe

 

Autorin: Lauren James
Verlag: Walker Books (September 2017)
Format: Taschenbuch
Sprache: Englisch
Seitenzahl: 289
Reihe: –
(Fortsetzung möglich, aber bisher nicht geplant)


Inhalt

Romy ist in einem Raumschiff auf dem Weg zu einem Planeten, der die Hoffnung für die Zukunft der Menschheit sein soll und weiß nicht, was sie dort erwartet. Als wäre das nicht schon beängstigend genug, ist sie auch noch völlig allein auf dem Schiff. Durch einen Unfall sind ihre Eltern, die die Mission begleitet haben, gestorben und sie wurde vor 5 Jahren völlig allein im Weltraum zurückgelassen. Jetzt gibt es aber wieder Hoffnung, denn ein zweites Schiff soll bald zu ihr stoßen und in der Zwischenzeit freundet sie sich immer mehr mit dessen Kapitän an.


Meinung

Das Buch ist in der ersten Person präsens geschrieben, das bedeutet, die Protagonistin erzählt uns immer, was gerade passiert. Dadurch hat man sofort einen super Draht zu ihr und merkt, was sie beschäftigt, auch wenn sie nicht sofort über alles sprechen möchte. Ich mochte sie sofort sehr, weil sie total authentisch ist. Natürlich langweilt man sich jahrelang im Weltraum, mit nichts als Dunkelheit und Sternen um einen herum. Sie macht allerdings das beste draus, schaut Serien und schreibt Fanfictions, in denen sie ihre Erlebnisse verarbeitet und ihrer Fantasie freien lauf lässt. Generell fand ich es unfassbar beeindruckend, wie sie ihren Alltag meistert. Zwar fällt die meiste Zeit über nichts an, aber sie ist zu Beginn des Buches schon 5 Jahre allein und scheint von ihrer Einsamkeit abgesehen zunächst ganz gut damit zurechtzukommen. Umso mehr freut sie sich dafür, als sie die Nachricht bekommt, dass ein zweites Schiff auf dem Weg ist und sie bei ihrer Mission unterstützen soll. Dafür soll es nämlich andocken und das widerum bedeutet, dass sie endlich wieder direkten Kontakt zu Menschen haben kann, statt nur Nachrichten zu schicken, auf die sie wegen der weiten Entfernung erst Jahre später eine Antwort erwarten kann.

Das Buch beginnt eher ruhig, indem man Romy kennenlernt und nach und nach über die Mission und ihren Alltag erfährt. Das störte mich überhaupt nicht, denn die Umstände und wie sie damit umgeht sind schon interessant genug um damit ein Buch füllen zu können. Von mir aus hätte es auch so weitergehen können, das tat es allerdings nicht. Was dann passiert war völlig unerwartet und die Geschichte konnte mich mit ihren Wendungen so oft überraschen, dass ich mich gar nicht mehr getraut habe, Vermutungen anzustellen, da diese sowieso wieder über den Haufen geworfen wurden. Was zu Beginn also eher ruhig verläuft, wird danach völlig wieder wett gemacht, denn ich wollte das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen, bevor ich nicht das Ende erfahren habe.

Enttäuschend fand ich daran nur, dass es mit 290 Seiten eher dünn ist und ich gerne mehr gelesen hätte. Da das Ende zwar die Geschichte abschließt, aber noch viel Raum für weitere Erzählungen hätte, würde sich eine Fortsetzung auch anbieten, laut Autorin ist allerdings bisher keine geplant, obwohl sie gerne noch eine schreiben würde.


Fazit

Ein charakterbasierter Science Fiction Roman, der eher ruhig beginnt und mit der plötzlichen Spannung dann umso mehr überraschen kann. Ich war absolut nicht vorbereitet auf das, was mich hier erwartet hat.

 

Repräsentation: Trauma, Angststörung?
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2 Kommentare zu „[Rezension] The Loneliest Girl in the Universe

  1. Hey Jacqueline,
    SF ist so absolut gar nicht mein Genre, aber die Rezi klingt toll! Es ist ja ein richtig gutes Zeichen, dass das Buch gut war, wenn man gerne noch mehr gelesen hätte :)
    Liebe Grüße
    Yvonne :)

    Liken

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