[Rezension] The Boy who steals Houses

 

the boy who steals houses

 

Autorin: C. G. Drews
Verlag: Orchard Books
Format: Taschenbuch
Erschienen: April 2019
Seitenzahl: 368
Reihe: –


Inhalt

Sammy und Avery leben von Tag zu Tag und brechen nachts in leere Häuser ein, um sich für kurze Zeit fühlen zu können, als hätten sie ein eigenes Zuhause. Von den Eltern bei ihrer Tante zurückgelassen, die mit Averys Autismus überfordert war, haben die beiden Brüder nur noch sich selbst. Als Sammy sich versehentlich unaufällig in eine Großfamilie integriert, merkt er zum ersten Mal, wie sich ein Zuhause anfühlen könnte und möchte es gar nicht mehr verlassen. Aber nichts ist für immer.


Meinung

Sam und Avery hatten schon immer eine sehr enge Beziehung, vor allem deshalb weil Sam der einzige zu sein scheint, der seinen Bruder versteht und sich richtig um ihn kümmern kann. Wo andere ihn bei Überforderung anschreien, damit er sich zusammenreißt, weiß Sam genau, wie er ihn beruhigen kann und möchte ihn immer vor anderen beschützen. Das ist allerdings genau das, was ihn in solche Schwierigkeiten gebracht hat, dass beide nun obdachlos sind. Ihr Traum ist es, irgendwann ein eigenes Haus kaufen und sich ein Zuhause aufbauen zu können, doch bis dahin müssen sie sich mit fremden Häusern begnügen.

Das Buch ist ein Own Voices Roman, sowohl für Anxiety (Sam) als auch Autismus (Avery) und die Autorin hat sich große Mühe gegeben, eine authentische Darstellung zu schaffen. Beides wird für mich auch sehr deutlich und wird verständlich vermittelt und repräsentiert. Es beeinflusst zwar die Geschichte, diese dreht sich aber nicht ausschließlich darum, was ich super finde. Neben der Erzählung der Gegenwart gibt es immer wieder Kapitel mit Rückblenden, die in der Kindheit anfangen und die Geschichte der beiden Brüder erzählen, bis hin zu dem Zwischenfall, der zur aktuellen Situation geführt hat. Es gibt einen Aspekt des Buches, der mir nicht besonders gefallen hat, weil es dadurch stellenweise zu eher brutalen Szenen kam, wovon ich kein Fan bin, das ist aber absolute Geschmackssache.

Es ist keine leichte Geschichte und dementsprechend auch kein Wohlfühlroman. Die Grundhandlung ist schon sehr traurig, auch wenn die Charaktere trotzdem schöne Momente haben. Gerade die Zeit in der De Lainey Familie hat mir sehr gefallen und ich habe alle Familienmitglieder ins Herz geschlossen, genau wie Sam, der in diesen Momenten tatsächlich glücklich ist. Diese werden aber immer wieder von dem Gedanken zerstört, dass das alles nicht auf Dauer sein kann, was mir wieder und wieder ein Stück das Herz gebrochen hat. Diese Mischung aus ernsten und unterhaltsamen Szenen hat mich gefesselt und ich musste unbedingt wissen, ob Sam ein Happy End bekommt, während ich gleichzeitig nicht wollte, dass das Buch endet.


Fazit

Eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der ich die Charaktere wirklich ins Herz geschlossen habe. Für mich tatsächlich stellenweise etwas zu traurig und brutal, auch wenn die schönen Szenen das wieder wettgemacht haben. Absolute Empfehlung.


Repräsentation: Anxiety / Angststörung, Autismus
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4 Kommentare zu „[Rezension] The Boy who steals Houses

  1. Hii :)

    Eine sehr schöne Rezension hast du geschrieben!
    Ich dachte mir schon, als ich das Buch auf meine Wunschliste gesetzt habe, dass es traurig wird aber mal schauen wann ich selbst dafür bereit bin 😶

    Liebe Grüße
    Elisa

    Gefällt mir

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