[Rezension] (Ich bin) Circe

 

Ich bin Circe

Autorin: Madeline Miller
Deutscher Verlag: Eisele
Format: Hardcover
Seitenzahl: 528
Preis: €24,00
Erschienen: 30. August 2019
Reihe: –


Inhalt

Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios, aber sie selbst fühlt sich ganz und gar nicht göttlich. Sie verfügt über keine Kräfte und ihre Stimme ist die einer Sterblichen. Nachdem ihre gesamte Kindheit alle auf ihr herumgetrampelt sind und sie für niemanden gut genug war, entdeckt sie, dass sie doch über Kräfte verfügt: Sie ist eine Hexe. Und dafür wird sie prompt auf eine einsame Insel verbannt.


Meinung

Madeline Miller erzählt in diesem Buch die Geschichte der Göttin Circe. Wen ihr euch in der griechischen Mythologie gut auskennt, stehen die Chancen ganz gut, dass ihr bereits von ihr gehört habt oder ihre Geschichte sogar schon kennt. Ist das der Fall, bietet dieses Buch vielleicht nicht mehr allzu viel Neues für euch, auch wenn die Autorin einige der Mythen wohl ein bisschen angepasst hat, soweit ich gehört habe.
Ich selbst weiß sehr wenig über Mythologie und mir sind nur die bekannteren Götter grob ein Begriff. Ich konnte damit ohne Vorwissen – und ohne Spoiler – an den Roman herangehen. Allerdings hat es auch einen Grund, dass ich mich in der Materie nicht auskenne, denn mein Interesse daran ist nicht besonders groß. Meine Meinung wurde dadurch sicherlich beeinflusst, weshalb ich das unbedingt anmerken wollte. Außerdem fiel mir der Einstieg dadurch sehr schwer, da mich die Erwähnung der zahlreichen Götter trotz Erklärung verwirrt und überfordert hat.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und der Schreibstil ist schön und passt gut zur Geschichte und zum Setting. Damit ist er zwar auch nicht der leichteste, aber glücklicherweise ist das Buch vor kurzem auch auf Deutsch erschienen. Es waren einige Vokabeln dabei, die ich nicht kannte und bei denen teilweise auch mein Kindle Wörterbuch ratlos war, aber größtenteils war es gut verständlich.

Durch die begeisterten Rezensionen im englischsprachigen Raum bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch rangegangen, auch wenn es mich inhaltlich von sich aus nicht angesprochen hätte. Leider wurde ich dadurch auch etwas enttäuscht. Die Geschichte konzentriert sich zunächst stark auf Circes schreckliche Kindheit und das war für mich schwer zu lesen. Als sie endlich ihre Kräfte entdeckt, wurde es für mich zwar interessanter, aber leider ging es danach immer wieder bergab, da eine Verbannung auf eine einsame Insel einfach auch bedeutet, dass die meiste Zeit über nicht viel passiert. Zwar bekommt Circe immer mal Besuch, aber das bedeutet auch nur, dass man eher die Geschichten der anderen hört, als dass sie selbst etwas erlebt. Für mich war das leider nicht das Wahre. Gegen Ende hat mich die Handlung aber glücklicherweise noch etwas mehr abholen können.


Fazit

Meine Erwartungen konnte das Buch leider nicht erfüllen, da der Anfang mich überfordert hat und es im weiteren Verlauf zeitweilig doch sehr ereignislos war. Für meinen Geschmack hätte man definitiv einige Seiten herauskürzen können, aber das mag zugegebenermaßen an meiner mangelnden Begeisterung für Mythologie liegen.

Wenn es euch ebenso geht, solltet ihr von diesem Buch vielleicht lieber die Finger lassen, aber sonst würde ich es eingeschränkt weiterempfehlen.

2 Kommentare zu „[Rezension] (Ich bin) Circe

  1. Liebe Jacquy,
    irgendwie fand ich es sehr erfrischend mal eine Rezension zu lesen, die das Buch nicht in den Himmel lobt :D Meine Erwartungen waren auch zu hoch, ich habe ewig gebraucht bis das Buch mich packen konnte und eigentlich gefiel mir nur das letzte Drittel richtig gut, obwohl Madeline Miller finde ich toll schreibt. Ein wenig liegt es bei mir glaube ich auch an der Übersetzung, denn The Song of Achilles fand ich auf englisch genial und hier war ich echt unterwältigt. 🙈

    Liebe Grüße,
    Katharina

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    1. Hey Katharina,

      Das freut mich zu hören, da hat es immerhin einen Vorteil, dass ich nicht so begeistert war. Ich habe auch ausnahmslos Begeisterung gehört, weshalb meine Erwartungen riesig waren. Song of Achilles werde ich aber wohl eher nicht mehr lesen :D

      Liebe Grüße!

      Liken

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