[Rezension] Disrupt-her – Ein Manifest für die selbstbestimmte Frau

Disrupt-her

 

Autorin: Miki Agrawal
Verlag: Kamphausen Media
Format: Taschenbuch / ebook
Preis: €20,00 / €13,99
Seitenzahl: 280
Reihe: –


Inhalt & Meinung

Miki Agrawal hat mehrere erfolgreiche Unternehmen gegründet, unter anderem eines für Periodenunterwäsche und eins für Bidets. Damit hat sie nicht nur als eine der wenigen Frauen solchen Erfolg gehabt, sondern auch noch in Branchen, die eigentlich ein Tabu sind – vor allem für Männer. Ihre Erfahrungen nutzt sie nun, um anderen Frauen Ratschäge zu geben und Mut zu machen, wenn es darum geht, sich in einer männerbestimmten Welt durchzusetzen.

Das Buch ist in 13 Kapitel aufgeteilt und in jedem stellt sie eine Disruption vor: eine Art, die Regeln der Gesellschaft (und auch die des eigenen Denkens) zu durchbrechen. Jedes beginnt sie mit einer Anekdote aus ihrem Leben und generell beruft sie sich oft auf ihre eigenen Erfahrungen. Das ist einerseits sinnvoll um die Anwendung der Lektionen zu verbildlichen, aber andererseits hat sie für meinen Geschmack etwas zu häufig von ihrem großen Erfolg erzählt und immer wieder betont, dass sie millionenschwere Unternehmen gegründet hat. Zwar ist das relevant für ihre Glaubwürdigkeit, aber mir war das etwas zu viel des Guten.

Da ich die ebook-Ausgabe gelesen habe, kann ich keine Angaben zu Seitenzahl machen, aber die Kapitel sind allesamt relativ kurz und die Autorin bringt ihre Aussagen gut auf den Punkt. Dabei fasst sie am Ende jeden Kapitels auch noch mal die bisherigen Disruptionen zusammen, sodass sie sich besser einprägen. Zusätzlich gibt es zu jeder Lektion einige Aufgaben, um sich bewusst zu machen, wie man sie selbst in sein Leben integrieren und es auch gleich umsetzen kann. Interessant fand ich dabei auch die Idee, sich bestimmte Rituale mithilfe eines Armbandes anzueignen, um sich im Alltag das Gelernte bewusstzumachen. Ich persönlich werde das nicht umsetzen und fand manches ehrlich gesagt albern, gerade weil man es öffentlich machen soll und ich das nicht ganz realistisch finde. In einem Kapitel empfiehlt die Autorin sogar, sich mit dem Gummiband zu flitschen, d.h. zu verletzen, wenn man „die falschen“ Gedanken bekommt und das finde ich problematisch.

Insgesamt sind einige gute Punkte dabei, die sich auch nicht auf bestimmte Situationen beziehen, sondern das allgemeine Denken und Sein ansprechen. Besonders gut hat mir das Kapitel gefallen, das darauf eingeht, dass es keinen einen und richtigen Pfad im Leben gibt, auch nicht was die Karriere angeht. Man kann seine Ziele auf viele Wege erreichen und sie auch zwischendurch immer wieder ändern und das geht in Ratgebern oft verloren, weil sie einem die eine perfekte Möglichkeit aufzeigen wollen.

Die meisten der Disruptionen hängen stark mit Feminismus zusammen und die Autorin betont mehrfach, dass das Patriarchat durchbrochen werden muss. Damit passt der Inhalt gut zum Titel und man bekommt im Grunde das, was man erwartet.


Fazit

Zwar sind nicht alle Punkte neu und bahnbrechend, aber trotzdem sind einige gute Lektionen dabei, die ich mir im Hinterkopf behalten werde. Das Buch wird sicher nicht mein Leben verändern, hat aber doch etwas Mut gemacht und motiviert, sich als Frau in der Gesellschaft besser durchzusetzen.

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