[Rezension] 175 Tage mit dir

175 Tage mit dir

Autorin: Tina Köpke
Verlag: Romance Edition
Format: Taschenbuch / ebook
Seitenzahl: 260
Erschienen: Oktober 2018
Reihe: Little Springs
1. 125 Tage leben
2. 175 Tage mit dir


Inhalt

Amelia musste nach einer unschönen Trennung von ihrer Exfreundin und ihrem Rausschmiss vom dortigen College aus Denver fliehen und irgendwie hat es sie nach Little Springs verschlagen. Während ihrer Wohnungssuche lernt sie dort Riley kennen, der ihr gleich ein Zimmer in seiner WG anbietet, das sie zögerlich annimmt. Sie und Riley verstehen sich auf Anhieb, aber ihr ist klar, dass es eine schreckliche Idee wäre, etwas mit ihrem Mitbewohner anzufangen. Aber ob das reicht?


Meinung

Wer „125 Tage leben“ gelesen hat, fragt sich mit Sicherheit, wer die mysteriöse zukünftige Mitbewohnerin der WG werden soll. So erging es mir auch, weshalb ich sofort die indirekte Fortsetzung kaufen musste. Diese wird nämlich aus Sicht dieser Figur geschrieben und auch wenn es nicht die war, mit der ich gerechnet hatte, war ich sehr gespannt auf Amelias Geschichte. Sie ist anfangs ziemlich verschlossen und überzeugt davon, dass sie schlechte Dinge anzieht, sodass sie niemanden in Gefahr bringen oder verletzten möchte. Dieses Problem zieht sich durch die ganze Geschichte und löst ironischerweise die meisten Konflikte erst aus. Richtig cool fand ich aber, dass es sich hierbei um eine good boy – bad girl Geschichte handelt.

Amelia ist selten ohne Lederjacke und Biker Boots anzutreffen, liebt ihr Motorrad und One Night Stands. Seit der Trennung von ihrer Exfreundin möchte sie keine Beziehung mehr, vermisst aber die körperliche Nähe und hat kein Problem damit, sie sich auch kurzfristig und unverbindlich zu holen und das auch zuzugeben. Anders sieht es bei Riley aus, der zwar Andeutungen macht, dass es jemanden gäbe, aber nichts darüber verraten möchte und generell einfach ein Beziehungstyp ist. Da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, ist es kein Wunder, dass es für die beiden schwer ist, einfach nur Mitbewohner zu bleiben.

Ich fand Amelia als Figur richtig interessant, da sie hier die Rolle einnimmt, die im New Adult Bereich normalerweise dem männlichen Part zugeschrieben wird. Zudem ist sie offen bisexuell und auch das ist eine großartige Abwechslung. Obwohl es auch hier natürlich Handlungselemente gibt, die nicht unbekannt sind, bringt das doch frischen Wind in die Geschichte und es wirkt einfach anders als andere Bücher des Genres.

Zu Beginn der Kapitel gibt es immer eine Angabe, an welchen Tagen es spielt, also z. B. Tag 62 in Anspielung auf den Titel des Romans. Etwas irritierend fand ich hier, dass es zwar mehr Tage sind als im Vorgänger, das Buch aber deutlich kürzer ist und es sich auch nicht so anfühlt als wäre mehr Zeit vergangen. Obwohl Amelia monatelang in der WG wohnt, fühlte es sich für mich eher nach ein paar Wochen an, weil im Vergleich zum Vorgänger relativ wenige Interaktionen zwischen den Figuren beschrieben werden. Das fand ich schade, da es sich dadurch nicht so anfühlt, als würden sich die Charaktere wirklich gut kennenlernen. Die Bindungen in Band 1 wirkten einfach deutlich stärker als hier.


Fazit

Insgesamt konnte mich die ungewohnte Dynamik zwischen den Protagonisten fesseln und auch die ganze Art der Hauptfigur hat mein Interesse geweckt. Stellenweise hätte ich mir aber mehr Ausführungen gewünscht, da manchmal alles etwas schnell ging.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.