[Reihenrezension] Playing (spoilerfrei)

Autorin: Katrin Bongard
Verlag: Red Bug Books
Format: Ebook / Taschenbuch
Bände: 6
(Playing / Playing more / Playing one more / Playing for you / Playing High Five / Playing Sixth Sense)
Erschienen: Zwischen dem 13.05.19 und dem 15.08.20 im Abstand von 3 Monaten


Quelle: Red Bug Books

Inhalt und Meinung

Die Playing Reihe dreht sich zu Beginn hauptsächlich um Kate, die auf der Suche nach einer Wohnung ist und von ihrer besten Freundin Mila dazu bequatscht wird, sich als neue Mitbewohnerin bei den Jungs der Boyband Milkyway zu bewerben. Als diese aber eigentlich auf der Suche nach einer neuen Sängerin sind und Kates Stimme perfekt in die Gruppe passen würde, löst das bei Kate ein ziemliches Chaos aus. Aufgrund ihrer Familiengeschichte hat sie der Musik nämlich abgeschworen, obwohl sie sie liebt, und will stattdessen Künstlerin werden.

Wie man hört dreht sich in der Geschichte alles um Kunst und Musik und man merkt sofort, dass es Themen sind, die der Autorin selbst sehr viel bedeuten und mit denen sie sich auskennt. Ich fand es richtig toll darüber zu lesen, auch wenn ich bei beiden nicht viel Wissen habe und mit Kunst ehrlicherweise selten etwas anfangen kann.

Die Reihe beginnt mit zwei Perspektiven, der von Kate und der von Ansgar, dem Sänger der Band. Nach und nach kommen immer mehr dazu, bis der sechste und letzte Band schließlich auch sechs Erzählstimmen hat. Mir hat es sehr gefallen, dass man hier nicht dem typischen New Adult Schema folgt und in jedem Band ein neues Pärchen in den Mittelpunkt rückt, während die anderen quasi verschwinden. Obwohl jedes Buch einen eigenen Fokus und eigene Konflikte hat, verfolgt man immer weiterhin die anderen Figuren, sodass man sie mit jedem Teil mehr liebgewinnt und sich jedes Mal wieder freut, wieder von ihnen zu hören.

Die Figuren sind auch die große Stärke der Bücher, denn die Autorin schafft es immer, dass ihre Charaktere wie echte Menschen wirken. Obwohl jeder seine Eigenheiten hat und eine unterschiedliche Rolle in den Büchern spielt, wirkt niemand wie ein Klischee oder als wäre er auf seine Funktion reduziert. Obwohl es nicht wenige Figuren sind, konnte ich sie zu jeder Zeit gut unterscheiden und trotz fester Eigenschaften konnten sie mich trotzdem überraschen.

Was besonders außergewöhnlich ist, ist dass die Bücher in der echten Welt und in einer echten Timeline spielen. Das bedeutet, der letzte Band spielt im Frühjahr 2020 – und damit mitten in der Corona-Zeit. Während eine der Figuren gerade auf Tour ist, werden plötzlich die Konzerte abgesagt, alle müssen nach Hause, manche in Quarantäne. Obwohl man argumentieren könnte, dass von dem Thema inzwischen alle übersättigt sind, fand ich es richtig spannend, in einem Roman darüber zu lesen und zu schauen, wie die Figuren, die man über die letzten 1000+ Seiten hinweg schon so gut kennengelernt hat, mit dieser neuartigen Situation umgehen würden. Besonders spannend wird es vermutlich, in ein paar Jahren noch einmal darauf zurückzublicken.

Insgesamt hat mir der Abschluss auch gut gefallen, obwohl er für mich weniger aufregend war als einige der Vorgänger. Es ist nicht langweilig, aber doch davon geprägt, dass nun alle überlegen, wie es für sie weitergehen soll. Das eigentliche Ende ist eher offen, anschließend gibt es aber noch einen kurzen Überblick darüber, wohin es die Charaktere in der nahen Zukunft verschlagen wird. So ist für jeden die richtige Option dabei: Für die, die sich gerne ihre eigenen Gedanken machen wollen und für die, die am Ende gerne Gewissheit haben.

3 Kommentare zu „[Reihenrezension] Playing (spoilerfrei)

  1. Oh, diese Bücherserie hört sich wirklich gut an – und ich bin absoluter Musik- und Gesangs-Freak ;-) Kunst liebe ich auch :-D
    Ehrlich: Obwohl ich politisch die Nase voll habe von Corona, finde ich die Thematik doch EXTREM interessant, wenn es zur Literatur kommt: Das ist wirklich einiges möglich und macht es sehr wohl spannend. Denn was haben wir schon in dieser Zeit erlebt? Also ich recht wenig! Sehr wohl möchte ich da ein paar Geschichten erleben – wenn auch eben nur auf Papier :-)
    Viele Grüße, Nora

    Liken

    1. Huhu,
      danke für deinen Kommentar!
      Das klingt doch passend, vielleicht solltest du den Büchern mal eine Chance geben. :)

      Richtig, das ist ein großer Unterschied. Mein Leben ist dieses Jahr auch sehr ereignislos, darum freue ich mich umso mehr über gute Bücher, die mir die Zeit verschönern.

      Viele Grüße!

      Gefällt 1 Person

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