[Rezension] The Falling in Love Montage


Autorin: Ciara Smyth
Verlag: Andersen Press
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 382
Erschienen: Juni 2020
Reihe: –


Inhalt

Nachdem ihre Exfreundin ihr das Herz gebrochen hat, hat Saoirse eine Regel: Sie küsst nur noch hetero Mädchen. Als sie auf einer Party Ruby trifft, gerät ihre Entschlossenheit ins Wanken. Da diese aber nur den Sommer über zu Besuch ist, lässt sie sich trotzdem auf sie ein, denn die Beziehung hat ein klares Enddatum und wenn sie das vorher weiß, wird sie sich schon nicht verlieben… oder?


Meinung

Saoirse hat gerade die letzten Schulprüfungen hinter sich gebracht und wartet nun auf ihre Ergebnisse, damit sie endlich erfährt, ob sie in Oxford studieren kann. Nachdem ihre Exfreundin ihr das Herz gebrochen und ihre beste Freundin sie verraten hat, kann sie es gar nicht erwarten, weit wegzukommen. Das würde allerdings auch bedeuten, dass sie ihre demente Mutter zurücklassen muss und sie hat ihrem Vater noch nicht verziehen, dass er sie in ein Heim gesteckt hat.

Man merkt, das Buch ist nicht nur süß und fluffig – aber auch! Obwohl einige ernste Themen eine wichtige Rolle spielen, ist es immer noch eine Liebesgeschichte. Ruby liebt romantische Komödien und ein wichtiger Bestandteil einer jeden romcom ist die „falling in love montage“, die typischen Dates die dafür sorgen, dass die Figuren sich ineinander verlieben. Ruby und Saoirse beschließen, ihrer eigenen falling in love montage zu folgen und nur die positiven Seiten einer Beziehung zu genießen – ohne Ernsthaftigkeit und ohne sich wirklich zu verlieben. Ich habe diese Idee absolut geliebt und fand auch die Chemie zwischen Saoirse und Ruby wirklich toll. Obwohl sie wirklich unterschiedlich sind, passen sie super zusammen.

Während Ruby der offene Typ ist und nichts verheimlicht, hat Saoirse bestimmte Regeln aufgestellt, damit die Beziehung oberflächlich bleibt. Dazu gehört auch, alle ernsten und wichtigen Themen zu vermeiden, beispielsweise die Zukunft, aber auch ihre Mutter. Obwohl ihr Gedankengang nachvollziehbar ist, war das das einzige, was für mich an diesem Buch nicht perfekt war. Wenn ich eine Sache nicht leiden kann, dann sind das Konflikte, die durch ein kurzes Gespräch vermeidbar gewesen wären. Das ist aber auch Teil der Tatsache, dass das Buch klar einem romcom-Schema folgt. Es nimmt die typischen Tropes der Filme ganz offen auf die Schippe, hält sie aber trotzdem ein. Ein besonders gelungener Aspekt war meiner Meinung nach auch die Referenzen auf und das Auseinandernehmen von bekannten Filmen durch Saoirse.

Es gefiel mir auch sehr, dass Saoirse als Protagonistin nicht immer perfekt handelt oder urteilt, dabei aber immer authentisch wirkt. Die Gründe für ihr Denken und Handeln sind klar und passen gut zusammen. Alle Dialoge und Interaktionen wirkten einfach echt und nie gestellt, es gibt wirklich gute Diskussionen und Figuren können sich auch Fehler eingestehen. Das klingt banal, ist mir persönlich aber sehr wichtig.


Fazit

Alles in allem ist es eine absolut niedliche und witzige Liebesgeschichte, die aber durch Themen wie Familie, Krankheit, eine ungewisse Zukunft und eine schwierige Vergangenheit an Ernsthaftigkeit und Relevanz gewinnt.

2 Kommentare zu „[Rezension] The Falling in Love Montage

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