Longlist-Lesen: Selfpublishing-Buchpreis

Am 12. September ist die diesjährige Longlist des Selfpublishing Buchpreises bekanntgegeben worden. In den Kategorien „Belletristik“, „Kinder- und Jugendbuch“ und „Sachbuch / Ratgeber“ sind jeweils die zehn besten Bücher festgelegt worden, die nun um Plätze in der Shortlist konkurrieren. Da ich bei Buchpreisen immer schlecht informiert bin und in den meisten Fällen auch keine der Nominierten kenne, gelobe ich Besserung. Zwar hatte ich auch diesmal noch keines der Bücher gelesen, aber ich habe mir gleich einige ausgesucht, die ich bis zur Bekanntgabe der Shortlist am 16. Oktober gelesen haben wollte. Das hat nicht ganz geklappt, aber heute, einen Tag danach, habe ich immerhin die vier Bücher gelesen, die mich aus dem Belletristik-Bereich am meisten angesprochen haben und mein Favorit darunter hat es auch auf die Shortlist geschafft, was mich sehr freut.


Den Anfang machte „Der Kater unterm Korallenbaum“ von Christina Löw. Darin geht es um Yuki, deren Vater stirbt und ihr den Familienkater vermacht – der plötzlich anfängt zu sprechen. Er offenbart ihr, dass er in der Lage ist, Wünsche zu erfüllen, diese aber nicht ohne Opfer erfüllt werden können. Yuki merkt bald, was er damit meint und findet sich im Chaos wieder. Das ist allerdings nicht alles, was die Geschichte zu bieten hat, denn es geht viel um Yukis japanische Herkunft, von der sie sich seit ihrer Kindheit eher distanziert hat und wie sie zu ihren Wurzeln findet. Hier kommt ihr zu meiner Rezension.


„Tausend Farben der Liebe“ von Hannah Siebern handelt von Nell, die Synästhesie hat und auf Zac trifft, vor dem sie panische Angst hat, weil seine Aura pechschwarz ist. Die Handlung hat zwar gemeinsame Elemente mit anderen New Adult Büchern, aber durch das Thema der Synästhesie wird dieses Buch zu etwas besonderem. Als Nicht-betroffene*r kann man sich schwer vorstellen, wie es ist, auf diese Art verknüpfte Sinne zu haben und ich fand es richtig interessant, darüber zu lesen, auch wenn die Autorin nicht aus eigener Erfahrung spricht. Das bringt ein völlig neues Thema in dieses Genre und regt die Handlung erst an, auch wenn es nicht immer im Mittelpunkt steht. Die Beziehung zwischen Zac und Nell entwickelt sich dadurch mit einem ganz unüblichen Hindernis und die spätere Dynamik zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen.


„Was Preema nicht weiß“ hat mich von den ausgewählten Büchern an meisten begeistern können. Man startet komplett unwissend mit der Protagonistin in das Buch, denn sie hat all ihre Erinnerungen verloren und findet sich in einem weißen Raum ohne Schwerkraft wieder. Der perfekte Anfangspunkt für ein spannendes Buch, dessen Geschichte sich mit dem Wiederfinden der Erinnerungen nach und nach zusammensetzt. Hier ist meine Rezension. Die Jury war wohl der gleichen Meinung, denn das Buch hat es mit zwei anderen Titeln auf die Shortlist geschafft.

Der letzte Anwärter, den ich mir herausgesucht habe, ist „Die Stille zwischen uns“ von Jasmin Winter. Darin geht es um Mia, die seit dem grausamen Tod ihrer Eltern vor zwei Jahren kein Wort mehr gesagt hat. Als sie zu ihrer besten Freundin nach Schottland reist und dort Finn kennenlernt, scheint sie sie endlich ein wenig aus ihrem Schneckenhaus befreien zu können.
Die Geschichte fand ich richtig süß. Der Schreibstil ist richtig schön, mir persönlich aber vor allem in den Dialogen oft zu kitschig gewesen. Trotzdem raste die Zeit beim Lesen nur so dahin und ehe ich mich versah, hatte ich nach dem geplanten kurzen Reinlesen bereits das halbe Buch verschlungen. Obwohl die Umsetzung für mich nicht perfekt war, gab es auch ein weiteres unterwartetes Element, was etwas Spannung in die Geschichte brachte.


Habt ihr welche der Bücher gelesen oder kennt andere der Bücher, die es auf die Longlist geschafft hatten und könnt sie mir empfehlen?

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