[Rezension] Wir fliegen, wenn wir fallen

Autorin: Ava Reed
Verlag: Ueberreuter
Format: Hardcover / Taschenbuch
Preis: € 16,95 / € 10,00
Seitenzahl: 295
Reihe: –


Inhalt

Yara ist an keinem guten Punkt in ihrem Leben und die einzige Situation, in der sie der Realität kurz entkommen kann, ist wenn sie Phil im Altenheim etwas vorliest. Auch Noel hat es nicht leicht, aber die Besuche bei Phil sieht er eher als lästige Pflicht an. Als Phil stirbt und ihnen beiden einen Brief mit einer Liste hinterlässt, müssen sie sich ungewollt zusammenschließen. Sein letzter Wille ist es nämlich, dass die beiden zusammen 10 Dinge machen, die er nicht mehr erleben konnte.


Meinung

Wenn man zum ersten Mal aus Sicht von Yara und Noel liest, wirken beide ziemlich ähnlich. Beide haben etwas erlebt, was dafür sorgt, dass sie nicht mehr viel Freude am Leben haben und jeden Tag nur hinter sich bringen wollen. Was sie außerdem verbindet ist die Beziehung zu Phil, auch wenn sie für beide sehr unterschiedlich ist. Für Noel ist er der Opa, den er eigentlich nur besucht weil er muss, für Yara ist er ein Freund, der ihr in einer schweren Zeit hilft. Trotzdem sind beide ähnlich betroffen als er plötzlich verstirbt. Sie sind sich gegenseitig von Grund auf unsympathisch und darum alles andere als begeistert, dass sie sich plötzlich zusammenschließen müssen. Vor allem, da es um nichts geringeres geht als eine Reise um die halbe Welt.

Die Grundidee gefällt mir richtig gut, ich mag Bucket Lists und die Idee, Dinge für jemanden zu erleben, der es nicht mehr tun kann, ist wirklich berührend. Ich habe mir daher viel vom Buch versprochen, aber es konnte mich nicht so sehr abholen wie ich gehofft hatte. Größtenteils liegt das daran, dass alles eher oberflächlich bleibt. Das Buch hat weniger als 300 Seiten und vielleicht ist das für eine solche Geschichte nicht genug, denn nicht nur die Erlebnisse und Punkte der Bucket Lists wurden eher kurz beschrieben, sondern auch die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten.

Ich verderbe sicherlich niemandem die Spannung, wenn ich sage, dass sie keine Feinde bleiben, sondern sich während ihrer Reise ineinander verlieben, aber das ging sehr schnell und es war eher eine plötzliche Entwicklung als ein langsamer Übergang. In einem Moment hassen sie sich noch, im nächsten würden sie ihr Leben für den anderen geben und das war für mich nicht nachvollziehbar. Davon abgesehen bleiben die Figuren eher blass, bis auf die tragischen Geschichten von denen man bald erfährt scheinen sie kaum Interessen zu haben und man erfährt nichts anderes über ihre Leben. Insgesamt hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Entwicklungen und Geschehnisse sich mehr Zeit nehmen um sich zu entwickeln.


Fazit

Eine vielversprechende Grundidee, von der ich mir eine berührende Geschichte erhofft hatte. Stattdessen blieben für mich sowohl die Ereignisse als auch die Figuren eher oberflächlich, sodass ich kaum mitgefühlt habe.

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