[Rezension] Breakaway

Autorin: Anabelle Stehl
Verlag: LYX
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 450
Preis: € 12,90
Reihe: Away
1. Breakaway (11/2020)
2. Fadeaway (3/2021)
3. Runaway (7/2021)


Inhalt

Lia steigt Hals über Kopf in den nächsten Fernbus, als ihr die Situation an ihrer Uni zu viel wird. Wenige Stunden später findet sie sich in Berlin wieder, ohne Plan aber dafür mit neuer Zuversicht, die Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Gleich nach ihrer Ankunft lernt sie Noah und Phuong kennen und beide geben ihr gleich das Gefühl, endlich wieder sie selbst zu sein. Aber wie lange kann das anhalten bis sie sich dem Geschehenen stellen muss?


Meinung

Lia lernen wir kennen, als sie gerade in den Bus steigt, der sie aus ihrem bisherigen Leben weg bringt. Was ihr passiert ist erfährt man lange nicht explizit (es gibt aber eine Triggerwarnung hinten im Buch!), aber anhand ihres Verhaltens konnte ich es mir schon früh grob zusammenreimen. Es ist aber nicht so, dass es Spannung weggenommen hätte, sondern verdeutlicht viel eher, wie viel Einfluss es auf sie als Mensch hatte und wie wenig sie es eigentlich noch an sich heranlassen möchte. Diese Darstellung hat mir richtig gut gefallen und sie wirkte auf mich immer sehr authentisch.

Noah mochte ich sofort, denn er und Lia liefern sich gleich beim Kennenlernen einen kleinen Schlagabtausch und ich liebe solche Dynamiken zwischen Figuren. Er hat ein ganz eigenes Problem, denn er musste sein Auslandssemester abbrechen, da es innerhalb seiner Familie einen großen Konflikt gab, über den ihm aber niemand etwas erzählen möchte. Die Geschichte wird aus beiden Sichten erzählt, was mir immer gut gefällt, um sich in beide Perspektiven hineinversetzen zu können. Natürlich läuft auch zwischen den beiden Protagonisten nicht alles reibungslos, aber so konnte ich bei Problemen beide Seiten gut nachvollziehen und das ist mir wichtig.

Ich mochte das Kennenlernen zwischen den beiden sehr, es verläuft eher langsam und anfangs eher freundschaftlich, was ich liebe. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sich Zeit lässt, auch wenn immer etwas passiert. Es wirkte einfach nichts übereilt und alle Aspekte konnten sich ausreichend entfalten. Auch wenn Lia ihre Geheimnisse wahrt, wird ein starker Fokus auf Kommunikation gelegt und die Aussagen die das Buch einem diesbezüglich mitgibt fand ich toll. Ebenfalls, dass zwischendurch immer ein bisschen Feminismus entweder implizit oder explizit zur Sprache kam und die Geschichte mitgeprägt hat. Das Ende fand ich großartig und ich bin wirklich beeindruckt davon, wie die Autorin es gelöst hat.


Fazit

Eine tolle Geschichte über Geheimnisse, Neuanfänge und das Besiegen der Vergangenheit gemischt mit authentischen und liebenswerten Figuren und einer süßen Liebesgeschichte, in der nichts überstürzt wird.

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