[Rezension] The Henna Wars

Autorin: Adiba Jaigirdar
Verlag: Hodder (Hachette)
Sprache: Englisch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 387
ISBN: 978-1-444-96220-8
Reihe: –

Content Notes:

kulturelle Aneignung, Fremdouting, Homophobie, Rassismus

 

Inhalt

Nishats Eltern vertreten die Meinung, dass jeder werden kann, was er möchte. Als sich ihre Tochter aber als lesbisch outet, nehmen sie es nicht so gut auf. Zwar möchte sie ihre Familie nicht verlieren, aber sie möchte auch nicht verstecken, wer sie ist. Als die Schule einen Wettbewerb startet und jeder Schüler ein kleines Unternehmen aufmachen soll, entscheidet sie sich, Henna anzubieten. Flávia hat allerdings die gleiche Idee und es entsteht eine Rivalität, die zwischen dem steht, was sonst aus ihnen hätte werden können.


Meinung

Nishats Familie ist aus Bangladesch nach Irland eingewandert, als sie ein Kind war und ihre Kultur ist ihr immer noch sehr wichtig. Um die Verbindung zu ihr aufrechtzuerhalten, hat sie angefangen, Henna zu üben und sie setzt diese Idee auch durch, als sie für die Schule ein Unternehmen gründen muss. Rassismus und böse Gerüchte über ihre Familie machen es ihr damit aber nicht leicht. Es wird noch schlimmer als sie erfährt, dass ausgerechnet Flávia und Chyna die gleiche Idee nutzen. Chyna, die damals ihre Freundin war, bevor ausgerechnet sie die besagten Gerüchte in die Welt gesetzt hat, und Flávia, die sie auf der Hochzeit einer Freundin wiedergetroffen und zu der sie sofort eine Anziehung gespürt hat. Diese Situation sorgt für viele Konflikte, die weit über eine Konkurrenz hinausgehen.

Es gefiel mir sehr, dass keine der Figuren als völlig gut oder schlecht dargestellt wird, sondern ihre Meinungen und Akzeptanz für verschiedene Dinge sich verändern und wachsen. Es gibt viel Figurenentwicklung, auch und vor allem bei den Nebenfiguren, was dem Buch viel Tiefe gibt. Niemand von ihnen ist perfekt, alle machen Fehler, aber über diese wird nicht einfach hinweggegangen, sondern sie werden reflektiert.

Ich liebe die Beziehung zwischen Nishat und ihrer Schwester Priti, die sich näher stehen als irgendjemand sonst, sich alles erzählen und so eine starke Verbindung haben, dass es wirkt, als könnte sich nichts jemals zwischen sie stellen. In dieser Familie, in der Nishats Eltern nicht so verständnisvoll sind, hat es mir richtig Kraft gegeben, dass ihre Schwester immer für sie da ist. Es gibt einem als Leser*in auch viel Mut, dass Nishat für sich und für die Person, die sie gerne sein möchte, einsteht und sich für keinen der Aspekte, die sie ausmachen, verstecken möchte.

Das Buch ist viel mehr als eine Liebesgeschichte. Es werden Themen wie kulturelle Aneignung und Vorurteile angesprochen, die zwischen den Figuren stehen und auf der einen Seite die Beziehungen und die Handlung komplexer machen, auf der anderen Seite etwas ansprechen, was für viele Leser*innen sicher wichtig ist, zu lernen. Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht und mir einiges mitgegeben.


Fazit

Dieses Buch war viel mehr, als ich erwartet habe. Es ist nicht nur eine queere Liebesgeschichte, sondern gibt einem viel über Kultur, Mut und Fehler mit. Es hat mich beeindruckt, dass selbst die Nebencharaktere eine große Entwicklung mitmachen und das Buch hat dadurch viel mehr Tiefe bekommen, als ich gedacht hätte.

2 Kommentare zu „[Rezension] The Henna Wars

  1. Das klingt wirklich sehr gut! Auf der Merkliste steht der Roman ja schon länger, aber nach dem Lesen deiner Rezension denke ich, dass ich es einfach bei der nächsten Bestellung mit dazu packen sollte. :)

    Gefällt 1 Person

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