[Rezension] With the Fire on High

Autorin: Elizabeth Acevedo
Verlag: Quill Tree Books / Hot Key Books
Format: Taschenbuch / Hardcover
Seitenzahl: 400
Erschienen: Mai 2019
Sprache: Englisch
Reihe:

Inhalt

Emoni ist in ihrem letzten Jahr an der Highschool und während ihre Mitschüler sich nur darum kümmern müssen, die letzten Prüfungen zu überstehen und eine Collegezusage zu bekommen, muss sie nicht nur nebenher arbeiten, sondern sich auch noch um ihre zweijährige Tochter kümmern. Als an ihrer Schule ein Kochkurs angeboten wird, glaubt sie es erst gar nicht, denn Kochen ist ihre große Leidenschaft. Aber hat sie dafür überhaupt Zeit oder sollte sie eine Entscheidung treffen, die besser für ihre Familie ist?


Meinung

Ich finde es super, dass die Autorin sich an das Thema Teenager-Elternschaft herangetraut hat. Emoni ist bereits mit 14 Jahren schwanger geworden und hat sich entschieden, das Baby zu bekommen. Es wird deutlich, wie sehr sie kämpfen musste, um parallel die Schule weitermachen zu können und auch jetzt, wo sie damit fast fertig ist, ist es immer noch sehr hart für sie.

Das Buch ist in sehr kurzen Kapiteln erzählt, die oft nur 2-3 Seiten lang sind. Das hat mir einerseits gefallen, weil es dadurch gut möglich war, immer wieder Erklärungen und Hintergründe einzuschieben, aber andererseits hat es mich manchmal ein wenig aus der Geschichte gerissen, da es selten Szenen gibt, die lang genug sind um sich richtig auf sie einzulassen. Die Seiten fliegen dadurch allerdings nur so dahin. Ich würde nicht sagen, dass es wirklich Spannung gibt, sondern das Buch ist sehr figurenbasiert. Es dreht sich alles um Emoni, wie sie sich in ihrer Situation zurechtfindet und welche Entscheidungen sie wohl für die Zukunft treffen wird.

Dadurch war ich zwar nicht so sehr an die Seiten gefesselt, wie ich gehofft hatte, aber es ist auch mal ganz schön, ein Buch ohne viel Drama und mit viel Fokus auf den Figuren zu lesen. Es ist schön, wie Emonis Großmutter sich nicht nur um sie, sondern auch um deren Tochter kümmert und ihr ermöglicht, ihr Leben so normal wie möglich weiterzuleben. Gerade wenn es um die Familie geht, wird das Buch öfter mal ziemlich emotional, allerdings ist das durch die kurzen Kapitel immer nur von geringer Dauer und es geht sehr schnell mit einer anderen Szene weiter, was ich wirklich schade fand.

Emoni ist eine beeindruckende Protagonistin, denn trotz ihres jungen Alters macht sie sich sehr viele Gedanken darum, was das beste für ihre Tochter ist und wie sie ihre Großmutter mehr unterstützen kann, während sie gleichzeitig versucht, ihre eigenen Wünsche und Träume irgendwie unterzukriegen. Für sie ist dabei aber immer klar, wer Priorität hat und das war gleichzeitit schön, aber auch hart zu lesen. Im Hintergrund spielen auch Themen wie Herkunft eine Rolle, denn Emonis Vater kann sich nicht von seiner Heimat Puerto Rico trennen, während Emoni Philidelphia als ihre Heimat ansieht, die sie nicht verlassen möchte.


Fazit

Ein sehr figurenbasiertes Buch über Träume und Verantwortung und die Schwierigkeit, beides miteinander zu vereinen. Die sehr kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man durch die Seiten fliegt, verhinderten für mich aber oft tiefere Emotionen, was ich sehr schade fand. Trotzdem ist es ein Buch, das mir viel mitgeben konnte.

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