[Rezension] Dragon Princess 2 – Inferno aus Staub und Saphiren

Autorin: Teresa Sporrer
Verlag: Carlsen Impress
Format: Taschenbuch / Ebook
Seitenzahl: 332 / 410
Preis: € 12,99 / € 3,99
Reihe: Dragon Princess
1. Ozean aus Asche und Rubinen (26.11.2020)
2. Inferno aus Staub und Saphiren (18.03.2021)

Inhalt

Nachdem Ruby nach dem Einbruch ins Schloss bereits von Fynn entführt und damit unfreiwillig Teil seiner Crew wurde, findet sie sich nun erneut auf einem fremden Schiff wieder. Der dortige Captain hat scheinbar noch eine Rechnung mit Fynn offen, aber Ruby wäre nicht sie selbst, wenn sie dort in Ruhe darauf warten würde, gerettet zu werden, schließlich verlässt sich auch immernoch ihre Drachenfreundin Onyx darauf, von ihr gerettet zu werden.


Meinung

Nach dem Cliffhanger, mit dem Band 1 geendet hat, war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Sie ging auch spannend los, denn Ruby wurde entführt und muss herausfinden, von wem und mit welchem Hintergrund. Mit der Aufklärung davon war ich weniger zufrieden, aber immerhin ist dieser Band mehr auf die Handlung fokussiert als der Vorgänger.

Was ich in meiner vorherigen Rezension positiv angemerkt habe, nämlich die unterhaltsamen Dialoge zwischen den Figuren, hat mich hier viel eher gestört. Fynn hat mich richtiggehend genervt, indem er bei jeder Gelegenheit jedem ungefragt von seiner Geliebten, seinem „Juwel“ erzählt und sie nie wieder mit ihrem Namen anspricht. Außerdem konnte ich die Beziehung zwischen ihm und Ruby überhaupt nicht nachvollziehen, denn bereits im Vorgänger haben sie sich mehr gestritten als alles andere und das hat sich hier auch nicht geändert. In den meisten Äußerungen von Ruby gegenüber Fynn geht es darum, dass sie ihm den Kopf abreißen möchte und trotzdem soll ich hier an eine große Liebe glauben? Das kann man vielleicht witzig finden, aber authentisch war das für mich nicht.

Spannend fand ich dafür Rubys Zwiespalt zwischen Mensch und Drache und wie sie zwischen den Verhaltensweisen und Werten der beiden Arten steht. Das hätte man aber auch noch weiter ausarbeiten können, denn so wechselt sie oft übergangslos von einem zum anderen, ohne dass erkennbar wäre, woran es liegt, dass sie nun plötzlich jemanden anfaucht, obwohl vorher alles in Ordnung war. Auch die anderen Figuren konnten mich hier nicht mehr so überzeugen, da viele mehr in den Hintergrund treten. Obwohl mich ihre Hintergründe wirklich interessiert hätten, erfährt man leider nur Bruchstücke ihrer Vergangenheit. Dazu gibt es aber immerhin Kapitel mit Rückblenden, die zeigen, wie Fynn und Ruby früher gelebt haben, was ein bisschen Kontext hinzufügt.


Fazit

Alles in allem hat mich diese Fortsetzung leider enttäuscht. Zwar gibt es mehr Action als im Vorgänger und die Handlung wirkt fokussierter, allerdings haben die Dialoge und Figuren hier für mich auf Dauer ihren Charme verloren und haben mich eher genervt als unterhalten. Ich bin aber trotzdem froh, dass ich nun weiß, wie die Geschichte ausgegangen ist.

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