Low Energy Lektüren

Ich möchte gar keinen Beitrag beginnen, in dem ich über „die aktuelle Situation“ spreche, denn ich glaube, davon haben wir alle genug. Stattdessen möchte ich auf ein Problem eingehen, von dem mir schon einige erzählt haben und von dem ich auch selbst betroffen bin: Man hat einfach keine Energie mehr. Aus diesem Grund habe ich mir ein paar Bücher rausgesucht, für die nicht so viel Konzentration benötigt wird.


„Wayward Children“ Reihe von Seanan McGuire

  • Es geht um ein Internat für Kinder, die durch Türen oder Portale in andere Welten gelangt sind, aber meist unfreiwillig zurückkehren mussten und sich nun neu zurechtfinden müssen.
  • Die Reihe hat bisher im Original 7 Bände, besteht aber aus Novellen, die nur etwa 150 bis 200 Seiten lang sind und sich daher schnell lesen lassen. Die ungeraden Bände erzählen dabei die Hauptstory weiter und die geraden folgen jeweils einer Figur in ihre Parallelwelt. Diesen Wechsel finde ich richtig cool, da man sich dadurch auch aussuchen kann, ob man nun lieber wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht, oder lieber etwas lesen möchte, was eher losgelöst von der großen Handlung ist. Für das Verständnis der Reihe sind diese nicht so wichtig, bieten aber einen coolen Hintergrund zu verschiedenen Figuren, die man im Hauptplot kennenlernt.
  • Die Bücher sind spannend und witzig und ich finde alle Figuren großartig, so fällt es leicht, sich auf die Bücher einzulassen.
  • Übersetzt wurden die ersten drei Teile als Sammelband unter dem Namen „Der Atem einer anderen Welt.“

„Heartstopper“ von Alice Oseman

  • Wir folgen Charlie, einem 15-jährigen Jungen, der sich als scheinbar einziger schwuler Schüler mit Nick anfreundet und sich im Zuge dessen auch in ihn verliebt.
  • Es ist ein Comic, lässt sich dadurch leicht und schnell lesen und es ist auch kein Problem, wenn man weniger konzentriert ist, weil alles sehr linear verläuft und es keinen aufregenden Plot gibt, sondern figurenbasiert ist.
  • Die Geschichte ist fluffig, herzerwärmend und stellt für mich eine richtige Komfortzone dar, weil ich beim Lesen durchgehend lächeln muss.
  • Als Webcomic gratis lesbar und noch mal unterteilt in Abschnitte von ~10 Seiten, wenig commitment, man kann jederzeit aufhören (Zumindest theoretisch. Praktisch habe ich Band 1 komplett am Stück gelesen).
  • Eine deutsche Übersetzung gibt es meines Wissens nach bislang leider nicht.

„Saga“ von Brian K. Vaughan und Fiona Staples

  • Es geht um zwei Soldat*innen, die sich trotz des Krieges zwischen ihren Arten verliebt und eine Familie gegründet haben und um ihre Tochter, die eigentlich gar nicht existieren dürfte.
  • Es sind Graphic Novels, sodass auch diese Reihe sich schnell lesen lässt. Den Zeichenstil finde ich richtig cool, aber achtet darauf, dass sie ab 18 empfohlen und entsprechend explizit sind – nicht nur die Wortwahl, sondern auch die Zeichnungen.
  • Band 1 startet direkt in einer aufregenden Situation und man erfährt erst danach, wie es dazu gekommen ist, sodass ich sofort gefesselt war.
  • Die Handlung ist extrem kurzweilig, da sie nicht nur super spannend, sondern auch witzig ist.
  • Bisher gibt es 9 Bände, aber das Autor*innenteam arbeitet an weiteren, jedenfalls sind bei Goodreads bisher 14 gelistet.
  • Die bisherigen Bände sind alle auch auf Deutsch erschienen.

„Playing“ Reihe von Katrin Bongard

  • Es geht um Kate, die sich gerade eigentlich nur um ihre Bewerbung an der Kunsthochschule kümmern will, aber aus der Not heraus im Loft einer Boyband einziehen muss, was ihre Konzentration natürlich ins Wanken bringt.
  • Obwohl auch ernste (und wichtige!) Themen eine Rolle spielen, lassen sich die Bücher wunderbar lesen und lassen einen für eine Weile die Realität vergessen (bis auf Band 6, denn dieser spielt zu Beginn der Pandemie und sollte vorerst vermieden werden, wenn ihr dieser entkommen wollt).
  • Die Figuren sind super, jede hat ihre eigenen Träume und Wünsche und niemand gibt etwas davon für andere auf, was ich geliebt habe.
  • Es gibt 6 Bände und obwohl alle zusammenhängen, muss man sie nicht direkt hintereinander lesen. Der letzte bildet aber einen schönen Abschluss.
  • Die Reihe ist original Deutsch, daher stellt sich die Übersetzungsfrage hier nicht.

Habt ihr weitere Empfehlungen, die in dieses Schema passen? Dann immer her damit!

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