[Rezension] Die Erbin des Windes

Autorin: Lucinda Flynn
Verlag: Knaur
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 444
Preis: € 14,99
Reihe: keine

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Inhalt

Likah möchte nur noch einen letzten Raub durchziehen, damit sie und die Zwillinge, um die sie sich kümmert, nicht mehr auf der Straße leben müssen. Doch ausgerechnet dabei wird sie erwischt. Der Todesstrafe entkommt sie dabei nur, indem Arkin sie als seine Schülerin aufnimmt: Sie soll die Erste Sprache lernen und damit den Wind beherrschen. Doch nicht nur ist sie sich unsicher, ob das wirklich das richtige für sie ist, sondern sie muss auch herausfinden, was die mysteriöse Tätowierung in ihrem Nacken zu bedeuten hat.

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Meinung

Dies ist Lucinda Flynns Debütroman und ich bin der Meinung, dass man es dem Buch nicht anmerkt. Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist schön aber nicht zu ausgeschmückt und damit gut verständlich, was ich bei Fantasy immer wichtig finde. Die Geschichte spielt in einer Welt mit sieben Königreichen, die jeweils von einem Fürsten oder einer Fürstin regiert werden, welche widerum jeweils einen Aspekt der Magie der Ersten Sprache beherrschen. Das achte Königreich ist mitsamt seiner Herrscherin untergegangen.

Likah hielt den Atem an und ignorierte die Angst, die ihr Herz wie Efeu umrankte. Schweiß rann ihren Hals hinunter, und das Hemd klebte ihr am Rücken. Säulen so hoch wie drei Stockwerke schossen in den Himmel, und das Geflüster wurde lauter, wirrer. Es war das Geflüster des Wahns. Geister, die für immer an diesen Ort des Chaos gebunden waren.

Seite 310

Man startet mitten in der Handlung und das Worldbuilding passiert nach und nach und wird passend in die Geschichte eingebaut, statt einen mit zu vielen Informationen zu überfordern. Man erfährt nicht allzu viel über die Welt, aber es ist ausreichend für das Verständnis, auch wenn ich gerne ein wenig mehr gewusst hätte. Das Magiesystem gefällt mir auch sehr gut und ich fand es richtig spannend mehr darüber zu erfahren. Richtig cool fand ich auch eine Parallele zur Realität, die sich nach und nach hervortut und sehr zeitgemäß ist.

Die Figuren mochte ich sehr. Die Hauptfigur Likah musste schon früh Verantwortung tragen, denn schon als Kind hat sie auf der Straße gelebt und musste sich parallel auch noch um junge Zwillinge kümmern. Sie weiß sich zu behaupten, ist mutig aber handelt nicht leichtsinnig und das mag ich bei einer Protagonistin. Was mich ebenfalls sehr gefreut hat, ist dass sie Menschen an sich heranlässt und Beziehungen aufbaut, statt zu misstrauen. Sie ist zwar nicht naiv, aber doch eher vertrauensvoll und vor allem die sich entwickelnde Beziehung zu Caia fand ich schön mit anzusehen.

Es handelt sich hierbei um einen Einzelband, der mit seinen 444 Seiten auch nur mitteldick ist. Es hat mich überrascht, dass die Autorin es geschafft hat, in diesem Rahmen eine spannende Geschichte zu erzählen, die zwar eher rasant verläuft, aber nicht zu kurz war um Substanz aufzubauen. Lediglich das Ende hätte für mich ein wenig länger sein können, denn die Folgen des Finales sind für mich unklar gewesen.

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Fazit

Ein spannender Einzelband, der mich vor allem mit seinen Figuren und seinem interessanten Magiesystem überzeugen konnte. Obwohl das Buch ruhig etwas länger hätte sein können, eine große Empfehlung!

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