[Rezension] How to stop time

Autor: Matt Haig
Verlag: Canongate (deutsch: dtv)
Seitenzahl: 325
Reihe: –
Übersetzerin der deutschen Ausgabe: Sophie Zeitz

Inhalt

Tom Hazard wirkt wie ein normaler Geschichtslehrer in seinen Vierzigern, allerdings ist das nicht das erste Leben, das er führt. Geboren wurde er im sechzehnten Jahrhundert, aber er hat gelernt, sich zu verstecken und regelmäßig neu anzufangen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Aber wofür lohnt es sich zu leben, wenn man keinen Anker hat?

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Meinung

Tom ist über vierhundert Jahre alt. Als Hauptfigur wirkt er ein wenig distanziert, was darin begründet liegt, dass er über die Jahre gelernt hat, sich auch von allen Menschen zu distanzieren. Laut der „Albatross Society“, einer Vereinigung von Menschen, die so sind wie er, ist die wichtigste Regel, sich nicht verlieben. Sie besteht aus Personen, die nur sehr langsam altern und von denen die meisten mehrere hundert Jahre alt sind. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, müssen sie alle acht Jahre weiterziehen und unter einer anderen Identität neu anfangen. Da ist es nur allzu gut nachvollziehbar, wenn man mit der Zeit den normalen Umgang mit Menschen ein wenig verlernt und nicht weiß, wie man den schmalen Grat zwischen einer freundlichen Beziehung und einem versehentlich ausgeplauderten Geheimnis meistern soll.

Die zusammenhängende Handlung des Romans spielt in der Gegenwart, hauptsächlich in London, wo Toms aktueller Neustart beginnt. Unterbrochen wird die Geschichte immer wieder von Rückblenden, die jeweils genau zum aktuellen Geschehen passen und mehr Hintergründe über Toms Leben geben, was mir sehr gefallen hat. Man liest nicht nur darüber, wie er damals befürchtete, gar nicht mehr zu altern, sondern auch über die Gefahren die das mit sich brachte und die Konsequenzen, die er daraus ziehen musste. Ein kleines Extra sind die Erzählungen darüber, welche Rolle Personen wie Shakespeare oder Fitzgeralt in seinem Leben gespielt haben.

Dadurch, dass es so viel Vergangenheit gibt, die erzählt werden muss um die Gegenwart zu verstehen, findet in dieser selbst nicht viel Handlung statt. Die Kapitel der Gegenwart sind meist kurz und geben nur kurze Einblicke und es reichte für mich nicht, um die Figuren wirklich gut kennenzulernen. Auch über die Albatross Society hat man sehr wenig erfahren und meiner Meinung nach hätte es der Geschichte viel gegeben, darüber mehr zu wissen und vor allem, mehr der „Albas“ kennenzulernen. Lediglich zum Schluss wird es wirklich spannend und die Ereignisse überschlagen sich geradezu, was mich ein wenig enttäuscht hat. Das Ende ist trotz eines Ausblickes in die Zukunft in einigen Aspekten eher offen, was ich ebenfalls schade fand, aber nichtsdestotrotz ist es ein richtig gutes Buch, das wichtige Themen enthält.

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Fazit

Kapitel der Gegenwart und der Vergangenheit wechseln sich ab, sodass nach und nach ein interessantes Bild der Hauptfigur entsteht. Leider fand dadurch in der Gegenwart nicht allzu viel Plot statt, sodass es erst zum Ende hin richtig spannend wurde und dann sehr schnell ging. Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch, denn gerade die Passagen der Vergangenheit fand ich spannend zu lesen.

2 Kommentare zu „[Rezension] How to stop time

  1. Schadeeee irgendwie klang die Prämisse vom Buch besser :D aber vielleicht schau ich es mir trotzdem mal an weil mir Addie LaRue so gut gefallen hat. Bin auf der Suche nach etwas ähnlichem..

    Liebe Grüße!
    Celine

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    1. Ich habe auch gehofft, dass es mich mehr begeistern würde, aber schlecht war es ja nicht und ich bin schon froh, es gelesen zu haben. Und Addie LaRue Vibes hatte es schon ein wenig, auch wenn die Grundstimmung irgendwie anders ist.

      Gefällt mir

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