[Rezension] A Slow Fire Burning

Autorin: Paula Hawkins
Verlag: Doubleday
Deutsche Version: Wer das Feuer entfacht,
Blanvalet Verlag
Erschienen: August 2021
Seitenzahl: 320
Reihe: –

Content Notes (ausklappen)

Blut, Tod, Kindestod, Mord, Entführung, Autounfall

 

Inhalt

Daniel wird mit tödlichen Stichwunden auf seinem Hausboot gefunden. Seine Nachbarin Miriam ist diejenige, die ihn gefunden hat und kurz zuvor hat sie zwei Frauen in der Nähe gesehen: Laura und Carla; seinen One-night-stand und seine Tante.

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Meinung

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr schwer. Es gibt fünf Sichtweisen und es war nicht leicht, die Figuren auseinanderzuhalten und sich zu merken, wer welche Geschichte hat. Die Handlung wird außerdem nicht wirklich linear erzählt, sondern es gibt immer wieder Rückblicke oder Vorausdeutungen, die ich oft nicht zuordnen konnte und die dadurch zu meiner Verwirrung beigetragen haben – und das obwohl ich vorgewarnt wurde und mir gleich zu Beginn eine Mindmap gemalt habe, um die Informationen den Figuren zuzuordnen.

Die Figuren zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle viel durchgemacht haben. Laura hat eine schwierige Vergangenheit nach einem traumatischen Unfall in ihrer Kindheit. Sie ist schon häufiger durch Wutausbrüche aufgefallen, was sie für viele gleich verdächtig wirken lässt, als Daniel gefunden wird. Carla ist Daniels Tante und erholt sich noch vom Tod ihrer Schwester, der noch nicht lang her ist, und hat außerdem den Tod ihres Sohnes im Kleinkindalter noch nicht überwunden. Auch Miriam hat traumatische Erlebnisse hinter sich. Das alles fühlte sich für mich ein wenig überladen an, als hätte die Autorin versucht, die Figuren möglichst traumatisiert und unvorhersehbar zu konstruieren. Das hat jedenfalls funktioniert, denn keine der Figuren wirkte auf mich wie ein glaubhafter Erzähler, sodass man bis zur Auflösung nicht weiß, wer nun schuldig ist.

Direkt am Anfang des Buches wird die Leiche gefunden und erst danach lernt man die Figuren kennen. Es ist allerdings nicht so, dass es eine wirkliche zusammenhängende Handlung gibt, sondern im Grunde setzt sich nur nach und nach die Lebensgeschichte der Charaktere zusammen und man sieht ein bisschen dabei zu, wie es für sie in den Tagen nach dem Mord weitergeht. Zu großen Teilen besteht das allerdings daraus, dass man erfährt, was sie alle für eine schwere Vergangenheit haben und das war schon hart. Beachtet dabei unbedingt die Triggerwarnungen, die ich oben erwähnt habe, denn das Buch ist keine Freude zu lesen.

Das Ende hat für mich noch ein bisschen rausgeholt, auch wenn ich mir davon ein wenig mehr erhofft hatte.

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Fazit

Ein Buch mit verwirrendem Anfang durch die vielen Figuren, zu denen man jeweils keine wirkliche Einführung bekommt. Über weite Teile habe ich mich wirklich gelangweilt, es kam für mich keine Spannung auf, sondern man hat stattdessen viel über die traumatischen Erfahrungen der Figuren gelesen, die dafür sorgen, dass man keiner so richtig trauen kann. Das Ende war dahingegen eine kleine Steigerung, blieb aber leider trotzdem hinter den Erwartungen zurück.

2 Kommentare zu „[Rezension] A Slow Fire Burning

  1. Hello!
    Puh, das Buch klingt echt verwirrend…Sehr schade eigentlich. Wenn viele Figuren in einem Buch auftauchen, finde ich das oft schwierig. Es ist nicht immer sooo angenehm zu lesen xD

    Wünsche dir noch einen schönen Tag!
    Deine Sue

    Gefällt 1 Person

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