Try a chapter – Update 1

Bereits vor ein paar Monaten habe ich euch von Try a Chapter erzählt, einer Methode mit der ich wieder Ordnung in meinen SuB bringen möchte, ohne komplett ungelesen auszusortieren. Dabei möchte ich in Bücher, bei denen ich unsicher bin, ob sie noch meinem Geschmack entsprechen, reinlesen und nach etwa 50 Seiten entscheiden, ob ich sie weiterlesen möchte oder nicht. Heute möchte ich euch die ersten Bücher vorstellen und erklären, wieso ich meine Entscheidung so getroffen habe.20180221_172730


Bauchgefühle sind Kopfsache (Rike Reinau)

Das Buch habe ich schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wo es hergekommen ist. Fest steht, dass ich es mir nicht selbst gekauft habe. Weder Cover noch Titel haben mich besonders angesprochen und um ehrlich zu sein habe ich es schon mit der Annahme begonnen, dass ich es sowieso nicht zu Ende lesen werde. Das stellte sich allerdings als falsch heraus. Obwohl ich nicht zu 100% überzeugt war, hat es mich dann doch interessiert, wie es weitergeht und die Protagonistin fand ich cool. Vielleicht hat es mich überzeugt, dass sie völlig spontan Aktmodel für einen Kunstkurs wird, bei dem sie eigentlich als Schüler teilnehmen wollte. Diese Aktion war so ungewöhnlich, dass ich dann doch wissen wollte, wie es mit ihr weitergehen wird. Alles in Allem hat mich das Buch dann auch gut unterhalten und ich bin froh, dass ich ihm eine Chance gegeben habe.

→ gelesen


Unsterblich wie die Nacht (Mina Hepsen)

Schon aus dem Titel wird deutlich, dass es sich hierbei um einen Vampirroman handelt und diese lese ich schon seit Jahren nicht mehr. Am Anfang war ich überrascht davon, dass es in der Vergangenheit spielt (19. Jahrhundert vielleicht?), aber das ist für mich leider kein Pluspunkt, da ich damit nicht viel anfangen kann. Das bestätigte sich auch schon, als herauskam, dass die Protagonistin dringend einen Ehemann für finanzielle Stabilität braucht und diesen auf einem Ball sucht. Als dann auch noch ein geheimnisvoller, gefährlich wirkender Fremder auftaucht, zu dem sie sich trotzdem hingezogen fühlt, habe ich das Buch nach knapp 50 Seiten zugeklappt. Davon habe ich eindeutig genug gelesen und auch wenn das Buch ganz gut geschrieben ist, habe ich da aktuell kein Bedürfnis nach.

→ abgebrochen


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Die Dämonen der Nacht (Catherine Webbs)

Hier habe ich nur knapp 30 Seiten gelesen und war schon verwirrt, außerdem fand ich den Schreibstil etwas anstrengend. Eine Freundin, die das Buch bereits gelesen hat, hat mir dann noch verraten, dass die Verwirrung den Großteil des Buches anhalten wird und es lange dauert, bis man das System verstanden hat und da habe ich einfach keine Lust drauf. Wurde also aussortiert.

→ abgebrochen


Beiß mich! (Eva Völler)

Dieses Buch hat mir mal jemand mitgebracht, der der Meinung war, die Vampirphase würde für immer anhalten. Titel und Cover haben schon darauf hingedeutet, dass es mir nicht gefallen würde, und die ersten 30 Seiten haben diesen Eindruck bestätigt. Vermutlich wäre das nicht das restliche Buch so weitergegangen, aber auf zwei Sätze „Handlung“ folgten immer mindestens 5 Seiten Rückblick auf etwas, was für mich nicht relevant erschien. So merkt die Protagonistin zum Beispiel an, dass die neue Freundin ihres Ex-Mannes groß ist und anschließend erklärt sie detailliert ihren Wachstumsprozess und wieso es nicht zu Modelkarriere gereicht hat. Oder nennt als Anlass für ihren Besuch die fehlenden Unterhaltszahlungen und geht daraufhin genauestens darauf ein, wann und wie ihr Mann sein Geld verdient hat.
Daneben ist der Schreibstil ganz offensichtlich witzig-gewollt und das gefällt mir selten, weshalb ich an dieser Stelle abgebrochen habe.

→ abgebrochen


Das waren natürlich längst nicht alle. Das nächste Update folgt, sobald ich mehr Bücher angelesen habe. Es läuft bisher deutlich besser als gedacht und das abbrechen fiel mir in diesen Fällen überhaupt nicht schwer. Oft weiß man doch schon recht früh, ob ein Buch den eigenen Geschmack trifft oder nicht.

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[Rezension] Silberschwingen – Erbin des Lichts

Autorin: Emily BoldSK_Bold_Silberschwingen.indd
Verlag: Planet! (Thienemann)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 390
Preis: €16,00
Kaufen? *klick*
Reihe: Silberschwingen
1. Erbin des Lichts
2. ?


Inhalt

Kurz vor ihrem 16. Geburtstag sieht Thorn etwas, was sie zunächst nicht glauben möchte. Riley, ein Mitschüler mit dem sie bisher kein Wort gewechselt hat, hat Flügel. Genauer gesagt Schwingen, wie er sie korrigiert. Und er behauptet, dass sie auch welche bekommen wird, denn sie ist ein Halbwesen. Das bringt sie in große Gefahr, denn eigentlich sollte es sie nicht geben und es gibt Leute, die dafür sorgen, dass diese Gesetze eingehalten werden.

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[Rezension] Winger

Autor: Andrew SmithWinger
Verlag: Königskinder (Carlsen)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 458
Preis: €19,99
Kaufen? *klick*
Reihe:
1. Winger
2. [Stand-off] (keine Übersetzung)
3. ?


Inhalt

Ryan Dean West geht auf ein Internat und wurde dort in das „Straf-Gebäude“ versetzt, wo die Schüler wohnen müssen, die etwas angestellt haben. Während die meisten anderen wegen Prügeleien dort sind, hat er etwas eher harmloses angestellt und nachdem sein Schuljahr mit dem Kopf in einer Toilette startete, hat er nicht viele Hoffnungen, dass es besser wird. Nicht nur das – er ist auch noch zwei Jahre jünger ist als seine Mitschüler und muss unbedingt seiner besten Freundin klar machen, dass sie sich trotzdem in ihn verlieben kann.


Meinung

Ryan Dean ist erst 14 und auch wenn man das seinen schulischen Leistungen nicht anmerkt, merkt man es doch an seinem Charakter. Er verhält sich super pubertär und eine Menge von dem, was er sagt oder denkt, hat mir Sex zu tun und ist mindestens eine Anspielung darauf, wenn nicht völlig explizit. Das hat mich beim Lesen zwar hin und wieder genervt, macht ihn aber auch irgendwie aus. Davon abgesehen ist er ein wirklich sympathischer Hauptcharakter, der aber auch seine Fehler und Schwächen hat und ich hätte ihm eventuell an einer Stelle gerne eine reingehauen.

Man wird direkt in die Geschichte geworfen und das genau in der Kopf-in-der-Toilette-Szene. Das fand ich ein bisschen zu klischeehaft, aber daran merkt man schon, was für einen Ton der Rest des Buches haben wird. Danach folgen einige Erklärungen über die Umstände, wobei man aber nicht viel über Ryan Deans Hintergrund erfährt, was ich etwas schade fand.

Die anderen Charaktere mochte ich sehr, allen voran Joey und Annie. Beide sind praktisch perfekt und unheimlich sympathisch. Joey ist schwul und Ryan Dean betont immer wieder, wie wenig ihn das stört, merkt aber dabei selbst, dass er sowas gar nicht erst anmerken sollte, sondern es eigentlich selbstverständlich ist. Das hat ihn für mich umso sympathischer gemacht, weil er zugibt, dass er an dieser Denkweise arbeitet.

Inhaltlich kann ich nicht viel sagen, aber nur so viel: Es hat mir sehr gefallen. Es geht viel um Freundschaft und erste Liebe, aber nicht auf kitschige Art. Dabei auch den Internatsalltag (aber wenig um den Unterricht) und um Rugby, aber mehr um die Mentalität als den Sport an sich. Sehr gute Mischung.


Fazit

Ein Buch mit einer guten Mischung aus Freundschaft, Liebe, Rugby und Internatsleben. Lediglich der etwas zu pubertäre Protagonist hat mich hin und wieder gestört. Trotzdem sehr empfehlenswert!

4 Gründe, wieso Instagram nicht meine Plattform ist

Instagram ist nicht mein Ding. Vielleicht weiß der eine oder andere dass ich dort auch einen Account habe und auch hin und wieder poste – aber eben nur hin und wieder. Ich schaue mir auch gerne Bilder von anderen dort an, aber ich selbst werde dort nie „erfolgreich“ sein. Wieso erfahrt ihr gleich.
Versteht diesen Beitrag bitte nicht als Kritik (bis auf den letzten Punkt vielleicht) sondern eher als Kompliment, wenn es euch anders ergeht als mir. Weiterlesen „4 Gründe, wieso Instagram nicht meine Plattform ist“

[Rezension] Chronik eines angekündigten Todes

Chronik eines angekündigten Todes

 

Autor: Gabriel García Márquez
Originaltitel: Crónica de una muerta anunciada
Deutsche Ausgabe:
Fischer, Hardcover, 144 Seiten, 10€
Erstmals erschienen: 1981
Reihe: –


Inhalt

Ángela Vicario wurde nicht nur gegen ihren Willen mit jemandem verheiratet, den sie nicht liebt, sondern wird noch in der Hochzeitsnacht zurück zu ihrer Familie gebracht: Sie war keine Jungfrau mehr. Um die Ehre der Familie wiederherzustellen, machen sich ihre Brüder auf, den Liebhaber ihrer Schwester zu töten.


Meinung

Ich muss sagen, dass der Klappentext mich sehr abgeschreckt hat. Es wird im Buch allerdings schon früh deutlich, dass der Autor diese Vorgehensweise kritisch beleuchtet und von diesem Moment an war ich deutlich optimistischer.

Wie der Begriff „Chronik“ im Titel schon sagt, handelt es sich nicht um eine normale Erzählung. Stattdessen springen wir immer wieder in der Zeit, da der Erzähler verschiedene Leute nach den vergangenen Geschehnissen befragt hat und daraus die Handlung zusammensetzt. Dementsprechend wissen wir auch schon, wie die Geschichte ausgeht (nämlich mit einem wenig überraschenden Tod) und erfahren nun, wie es dazu gekommen ist. Diese Art der Erzählung war für mich hin und wieder verwirrend, aber es ist super interessant zu sehen, wie sich die Geschehnisse zusammensetzen und man immer mehr Verbindungen sehen kann.

Da die Geschichte aus Sicht von jemandem erzählt ist, der nichts damit zu tun hatte, gibt es eine gewisse Distanz zum Geschehen und auch die Charaktere bleiben eher blass und was man über sie weiß, beschränkt sich auf ein paar Fakten und Eigenschaften. Das reichte meiner Meinung nach aber und macht die Geschichte auch aus, da man diesen Blick von außen weiterhin beibehält.

Durch den Schreibstil wirkt die Erzählung ziemlich realistisch und am Ende bleiben einige Fragen offen, was das ganze noch unterstreicht. Nicht jeder möchte sich zum Geschehenen äußern und das machte es für mich nur noch interessanter.
Wie ich hinterher erfahren habe, beruht der Roman außerdem auf einer wahren Geschichte, die sich bis auf ein paar Abweichungen so abgespielt hat und den Autor dazu inspiriert hat, darüber zu schreiben.


Fazit

Die ungewöhnliche Schreibweise und die Art der Erzählung sorgen dafür, dass die Geschichte sehr real wirkt und mich wirklich fesseln konnte. Obwohl das Ende bereits durch den Titel verraten wird, ist es nicht langweilig, sondern man freut sich darauf die Wissenslücken zu schließen und herauszufinden, wie es dazu kommen konnte. Sehr empfehlenswert!