Ein Blick auf meine Vorsätze (#1)

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Im Januar habe ich mir einige Ziele gesetzt (hier), was den Blog und mein Leseverhalten angeht. Natürlich völlig ohne Zwang und nur als grobe Richtlinie. Da man seine Vorsätze schnell aus den Augen verliert, wenn man nicht regelmäßig wieder einen Blick darauf wirft, möchte ich das hiermit jedes Quartal machen. Schauen wir mal, wie es bisher läuft.


  • 10 Reihen beenden

Hier läuft es bisher noch gar nicht, ich habe nämlich noch keine einzige Reihe beendet. Ich habe aber zwei Abschlussbände auf dem SuB und noch drei andere, die ich mir bald zulegen möchte, darum habe ich Hoffnung, hier bald aufholen zu können.

  • 10 Klassiker lesen

Auch hier bin ich noch nicht weit gekommen. Mein bisher einziger Klassiker war „The Legend of Sleepy Hollow“ und aktuell lese ich „The Yellow Wallpaper“ und so ein bisschen ist das auch noch geschummelt, weil beides nur Kurzgeschichten sind. Aber hey, Klassiker ist Klassiker!

  • SuB auf 120 reduzieren

Bei 143 habe ich angefangen und aktuell bin ich bei 135. Langsam, aber sicher. Die 120 sollten also locker drin sein und vielleicht sogar mein inoffizielles Ziel von 100.

  • Alle Neuzugänge aus 2017 und 2018 lesen

Ich möchte sowohl SuB-Leichen lesen, als auch dafür sorgen, dass keine neuen entstehen. Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann hat das normalerweise den Grund, dass ich es sofort lesen möchte, darum möchte ich das auch tun, bevor ich das Interesse wieder verliere. 2018 habe ich nur noch 4 ungelesene Neuzugänge, von denen ich zwei aber aktuell lese. Aus 2017 sind von 8, die es zu Jahresbeginn waren, noch 5 übrig. Es sieht also nicht schlecht aus.

  • SuB aussortieren

So konsequent wie erhofft war ich hier bislang nicht, aber ein paar Bücher sind schon der Try a chapter Aktion zum Opfer gefallen. Immerhin 4 Stück konnte ich aussortieren, ich bin aber noch lange nicht am Ende.

  • ein spanisches Buch lesen

Hieran habe ich mich noch nicht getraut. Bisher habe ich nur eine Kurzgeschichte gelesen und geplant, den Kleinen Prinz zu rereaden. Ich suche noch nach dem passenden Kandidat für diesen Vorsatz.

  • 5 Bücher rereaden

Wenn ich mehrere Bände einer Reihe nicht einzeln zähle, dann sind es aktuell 2: „The Hunger Games“ (+ Folgebände) und „Ich fürchte mich nicht“. Potenzielle Kandidaten gibt es viele, ich möchte nämlich noch viele frühere Lieblinge rereaden.


Also?

Insgesamt etwas durchwachsen, aber es ist noch genug Zeit, aufzuholen. Vor allem Reihen beenden möchte ich noch viele und für Klassiker kann ich die Unibibliothek gut ausnutzen, solange ich noch studiere. Darauf werde ich in den nächsten Monaten mehr achten.

Hattet ihr euch Vorsätze gesetzt und wenn ja, habt ihr sie noch im Blick oder werden die bei euch nach den ersten Wochen wieder ignoriert? 😀

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[Rezension] Kleine Feuer überall

Kleine Feuer überall

 

Autorin: Celeste Ng
Verlag: dtv
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
Reihe: –


Inhalt

Mia und ihre Tochter Pearl haben nie lange an einem Ort gewohnt, aber diesmal soll es anders werden. Als sie nach Shaker Heights ziehen, kommen sie dorthin um zu bleiben. Pearl soll dort an einer guten Schule ihren Abschluss machen, Mia kann als Fotografin überall arbeiten. Als Pearl sich mit Moody anfreundet, knüpft sie eine Verbindung zur Familie Richardson, die sich völlig von ihrer unterscheidet. Einige Zeit später brennt deren Haus; das Feuer vermutlich gelegt von der jüngsten Tochter, Isabel.


Meinung

Die Inhaltsangabe klingt vermutlich ziemlich wirr, aber dann geht es euch jetzt ebenso wie mir, als ich das Buch begonnen habe. Die Geschichte setzt ein, als das Haus bereits in Flammen steht, dann folgt ein zeitlicher Sprung zum Tag an dem Pearl und Mia in der Nachbarschaft einziehen. Zunächst scheint es da keinerlei Verbindung zu geben und über lange Teile des Buches hätte ich nicht einmal sagen können, wovon es eigentlich handelt. Auch rückblickend ist das nicht einfach, aber es ist auch besser, unwissend in die Geschichte hineinzugehen.

Ein allwissender Erzähler wechselt immer wieder die Perspektive zwischen verschiedenen Charakteren. Am meisten erfährt man dabei über Mrs. Richardson, Pearl und Mia und das gefiel mir sehr. Ich fand es beeindruckend, dass die Charaktere eine so gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte erhielten, die dem Leser an passenden Stellen mitgeteilt wurden. Dadurch haben sich jedes Mal Lücken geschlossen, die ein bisschen mehr Zusammenhang zu den anderen Ereignissen herstellten. Das gefiel mir so gut, dass ich es schade fand, nicht in jeden Charakter so genaue Einblicke erhalten zu haben.

Es gibt nicht nur einen Handlungsstrang, sondern mehrere, die auch parallel oder in der Vergangenheit stattfinden. Das machte die Geschichte noch mal komplexer und um ein vielfaches interessanter. Alle Aspekte der Handlung haben mich zu gleichen Teilen interessiert und fasziniert und ich konnte es nicht erwarten, noch mehr herauszufinden. Mein (bis auf den verwirrenden Anfang) einziger Kritikpunkt ist daher, dass ich nach dem Ende gerne noch weitergelesen hätte.


Fazit

Der verwirrende Beginn hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht, danach war ich aber völlig überzeugt. Obwohl lange Zeit kein roter Faden erkennbar ist, setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen und spricht wie nebenbei auch wichtige ethische Fragen an. Mich hat das Buch stark beeindruckt!

[Rezension] When Dimple met Rishi

When Dimple met Rishi

 

Autorin: Sandhya Menon
Verlag: Hodder Paperbacks
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 384
Reihe: –


Inhalt

Obwohl ihre Mutter darauf besteht, dass sie sich möglichst bald mit einem passenden Partner verlobt, konnte Dimple ihre Eltern überzeugen, sie zu einem Sommerkurs fahren zu lassen. Ihre Leidenschaft ist das Programmieren und dort hat sie nicht nur die Möglichkeit, eine App zu entwickeln, die ihr am Herzen liegt, sondern kann vielleicht sogar ihr Idol treffen.
Als sie dort Rishi kennenlernt, der sie direkt als zukünftige Ehefrau begrüßt, merkt sie, dass ihre Mutter ihr etwas verheimlicht hat. Obwohl sie sich jede Mühe gibt, es zu verhindern, muss sie jedoch bald zugeben, dass sie und Rishi wirklich gut zueinander passen.


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[Rezension] Die Berufene

Die Berufene

Autor: M.R. Carey
Verlag: Knaur.
Format: broschiert
Seitenzahl: 508
Preis: €14,99
Reihe: –

Inhalt

Melanie wird jeden Morgen an einen Rollstuhl gefesselt aus ihrer Zelle abgeholt, in ein Klassenzimmer gebracht und nach dem Unterricht wieder eingesperrt. Sie kennt nichts außerhalb des Kellers und ihren Klassenkameraden geht es ebenso. Alles, was sie über die Außenwelt weiß, hat sie über Erzählungen und Geschichten erfahren. Unter anderem, dass draußen die Hungernden lauern und der Stützpunkt der einzig sichere Ort ist.

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[Rezension] Bis zum Himmel und zurück

Autorin: Catharina JunkBis zum Himmel und zurück
Verlag: Kindler
Format: Hardcover
Preis: €17,95
Seitenzahl: 342
Reihe: –

Inhalt

Katja hat endlich die Chance, ein Drehbuch für ihre eigene Serie zu schreiben, allerdings soll es eine Familienserie werden und mit Familien kennt sie sich so gar nicht aus. Nach dem Tod ihrer kleinen Schwester, nach dem die Familie nach und nach auseinanderbrach, hatte Katja jahrelang keinen Kontakt zu ihren Eltern. Bis ihre Mutter anruft um zu berichten, dass ihr Vater im Koma liegt. Jetzt muss sie eine Entscheidung treffen: Lässt sie ihre Eltern wieder in ihr Leben oder verbannt sie sie endgültig daraus?

Meinung

Katja hat einige Probleme im Leben, nicht nur ihre kaputte Familie, aber letztendlich ist wahrscheinlich alles darauf zurückzuführen. Sie schreibt Drehbücher für eine Serie, die sie selbst nicht mal schaut und hat so etwas ähnliches wie eine Beziehung mit einem Kerl, der ständig abgedrehte Ideen hat und sie nie umsetzt. Sie scheint allerdings zufrieden genug damit zu sein, um nichts zu ändern und ich denke, das macht sie für viele zu einer Protagonistin, mit der man sich identifizieren kann. In manchen Momenten konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen, aber alles in allem finde ich sie wirklich sympathisch und mag vor allem ihren Humor.

Abwechselnd zur Geschichte in der Gegenwart werden Ereignisse aus der Vergangenheit erzählt. Da man schon früh weiß, worauf es hinauslaufen wird, fand ich diese von Anfang an bedrückend und das steigert sich immer weiter. Mit leichter Lektüre hat man es hier also nicht zu tun. Durch die abwechselnde Erzählweise wird das aber zwischendurch immer wieder etwas aufgelockert, was mir gut gefallen hat.

Dieses Buch hat einiges, was ich sehr mochte. Die unperfekte Protagonistin, den unvorhersehbaren Ratko (über den ich wirklich gerne ein Spin-off hätte!), den interessanten Job der Protagonistin und die damit einhergehende Meta-Ebene, denn die Serie, die Katja schreibt, ist ganz eindeutig von ihrem Leben inspiriert. Obwohl das nicht durchgehend eine Rolle spielt, ist das etwas, was den Roman für mich besonders gemacht hat.

Meiner Ansicht nach war die Geschichte etwas zu kurz. Nicht nur deshalb, weil ich das Buch sehr mochte und gerne mehr gelesen hätte, sondern auch weil ich kein Fan von offenen Enden bin und noch viele Aspekte am Ende ungeklärt sind. Es muss nicht alles völlig explizit gesagt werden, aber zumindest ansatzweise hätte ich mir noch ein paar Ausblicke erhofft.

[Rezension] Reasons to stay alive

Reasons to stay alive

 

Autor: Matt Haig
Verlag: Canongate Books
Deutsche Version: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
aus dem dtv Verlag (18,90€ als Hardcover)
Preis: als ebook aktuell 1,49€
Reihe: –

 

Dieses Buch handelt von Depressionen. Es ist kein Sachbuch oder Ratgeber, sondern autobiografisch. Der Autor erzählt von seinen eigenen Erfahrungen, wodurch es extrem persönlich wird. Es wird nichts verschönert oder zensiert, sondern man bekommt ganz schonungslos dargelegt, wie er sich zu seinen schlimmsten Zeiten gefühlt hat – aber auch wie es ihm danach wieder besser ging. Er stellt genauestens seine Erfahrungen da und betont immer wieder, dass dieser Zustand nicht dauerhaft war, sondern es immer wieder bergauf geht. Weiterlesen „[Rezension] Reasons to stay alive“