Lesehighlights 2019

Aufgrund der Länge meines Jahresrückblicks habe ich mich dagegen entschieden, meine Highlights im gleichen Beitrag vorzustellen und möchte das hiermit gesondert tun. Tatsächlich habe ich die Bücher alle bereits rezensiert, sodass ich nicht noch mal in die Tiefe gehen muss, sondern nur zusammenfassen werde, wieso sie mich so begeistert haben. Wenn ich euer Interesse wecke, könnt ihr ja immer noch bei der Rezension vorbeischauen, die ich euch jeweilt verlinken werde.

Viel Spaß beim Lesen und verratet mir doch, welche der Bücher ihr bereits kennt und welche 2019 eure Highlights waren. Weiterlesen „Lesehighlights 2019“

[Rezension] Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke

cassardim
Quelle: Thienemann-Esslinger

Autorin: Julia Dippel
Verlag: Planet! (Thienemann)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 528
Preis: €17,00
Reihe: Cassardim
1. Jenseits der goldenen Brücke
2.


Inhalt

Amaia und ihre Familie leben nie lange an einem Ort, denn sie altern extrem langsam. So ist die scheinbar 16-jährige bereits über 100 Jahre alt, muss sich aber trotzdem noch dem Willen ihrer Eltern beugen – und zwar ganz wörtlich. Egal was sie befehlen, muss befolgt werden und man kann sich nicht dagegen wehren. Langsam merkt Amaia allerdings, dass sie doch dazu in der Lage ist und so findet sie heraus, dass sich eine Geisel in ihrem Keller befindet. Kurz darauf ändert sich alles, was sie bisher kannte, als er sie mit nach Cassardim nimmt: ins Reich der Toten.


Meinung

Mein Interesse für dieses Buch war geweckt, als vom Reich der Toten die Rede war. Wohin diese Geschichte führen würde, wusste ich allerdings lange Zeit nicht, sodass ich wirklich gespannt war und noch positiv überrascht wurde. Der Beginn der Geschichte spielt sich in der Menschenwelt ab und es wird sofort klar, dass etwas an der Art, wie die Eltern Amaia und ihre Geschwister kontrollieren, nicht stimmt. Dass sich niemand von ihnen dagegen wehrt, hat mich zunächst gewundert, aber bis auf Amaia scheint es ihnen gar nicht bewusst zu sein, was es nur noch schockierender macht. Bald schon wurde ich aber durch neue Ereignisse abgelenkt und es dauert gar nicht lange, bis sich der Schauplatz nach Cassardim verschiebt. Es handelt sich dabei um ein Reich, das der Menschenwelt überhaupt nicht ähnelt, sodass es zunächst viele Beschreibungen gibt, die für mich genau im richtigen Maß waren. Ich konnte mir die Umgebung gut vorstellen und habe einen Eindruck von der Welt bekommen, ohne dadurch gelangweilt zu werden.

Etwas zwiegespalten bin ich, was die Figuren angeht. Mit der Protagonistin Amaia bin ich nicht besonders gut warm geworden, hatte aber Respekt davor, wie sich bei aller Manipulation darum kämpft, ihre Erinnerungen und Entscheidungen zu behalten und nicht nachzugeben. Das gilt sowohl zu Beginn innerhalb der Familie, als auch später in Cassardim. Bei Noár, der anfänglichen Geisel, bin ich noch unsicherer. Er ist unverschämt, respektlos und wirkt grausam und lange Zeit ist nicht klar, ob er dahinter andere Beweggründe versteckt oder es ihm einfach Freude bereitet, sich so zu verhalten. Für mich war er alles andere als liebenswert und so war ich überhaupt kein Fan davon, dass Amaia sich trotzdem zu ihm hingezogen fühlt. Aus Lesersicht habe ich dafür einfach keinen Grund sehen.

Das steht allerdings auch gar nicht so sehr im Mittelpunkt, denn die Geschichte bietet genug actionreiche Handlung um davon abzulenken, auch wenn es trotzdem eine wichtige Rolle spielt. Es hat mir richtig gut gefallen, mich immer wieder von neuen Wendungen überraschen zu lassen, da Cassardim voller (für Amaia unbekannte) Regeln und Intrigen steckt und man nie weiß, was man erwarten kann. Man kann nie sicher sein, wer auf welcher Seite steht und obwohl mich dieses Element selten für sich einnehmen kann, hat die Autorin es hier geschafft, mich spätestens ab der Hälfte des Buches komplett zu fesseln.


Fazit

Anfangs war ich etwas zwiegespalten, aber die action- und wendungsreiche Geschichte konnte mich dann doch stark für sich einnehmen. Die Figuren sind undurchsichtig und können immer wieder überraschen und das Worldbuilding tut sein übriges um die Spannung aufrechtzuerhalten.

[Rezension] Cinder & Ella

Cinder & Ella

Autorin: Kelly Oram
Verlag: one
Format: Klappenbroschur / Hörbuch
Seitenzahl: 448
Reihe:
1. Cinder & Ella
2. Cinder & Ella: Happy end – und dann?


Inhalt

Ellamara ist Bloggerin und hat dadurch ihren besten Freund Cinder kennengelernt, ihn allerdings noch nie persönlich getroffen. Als sie an ihrem 18. Geburtstag in einen Autounfall involviert ist und dabei nicht nur ihre Mutter verliert, sondern auch selbst heftige Verbrennungen davonträgt, die sie stark einschränken, verschiebt sich ihr Fokus im Leben radikal. Sie verbringt 8 Monate im Krankenhaus und in der Reha und bricht in dieser Zeit jegliche Kontakte ab. Danach muss sie bei ihrem Vater leben, der sie und ihre Mutter 10 Jahre zuvor verlassen hat und zu dem sie seitdem keinen Kontakt mehr hatte. Weder er noch seine neue Familie möchte sie wirklich dahaben und auch Ella kann sich besseres vorstellen. Der Einzige mit dem sie noch sprechen möchte ist Cinder – und dabei weiß sie nicht einmal, wer er wirklich ist.


Meinung

Ellamara ist nach der Hauptfigur einer (fiktiven) Fantasy-Buchreihe benannt, weil ihre Mutter diese geliebt hat. Ihr selbst geht es da nicht anders und auch Cinder hat sie dadurch kennengelernt. Sie chatten schon seit Jahren und beide haben sich insgeheim in den jeweils anderen verliebt, obwohl sie noch nie miteinander gesprochen haben. Für Cinder bricht eine Welt zusammen, als er von einem Tag auf den anderen monatelang nichts mehr von Ella hört – und für sie tatsächlich die Welt zusammenbricht.

Sie muss nicht nur bei der neuen Familie ihres Vaters leben und mit ihrer Wut auf ihn zurechtkommen, sondern auch noch mit ihren neuen Einschränkungen klarkommen. Sie fühlt sich ohnehin nicht wohl mit dem Gedanken, auf eine Privatschule wechseln zu müssen, wo sie sich nicht nur ohnehin fehl am Platz fühlt, sondern auch sofort wegen ihrer Narben heraussticht, obwohl sie versucht, sie zu verbergen. Der größte Auslöser für das Mobbing ihr gegenüber sind allerdings ihre beiden Stiefschwestern, die überhaupt nicht damit einverstanden sind, dass sie sich plötzlich in ihre Familie drängt.

Mittlerweile sollte klargeworden sein, dass das Buch einige ernste Themen anspricht und nicht leicht zu verarbeiten ist. Mir ist mehrfach für Ella das Herz gebrochen und zugleich hat es mich richtig wütend gemacht, zu hören, was ihr widerfährt. Was mein Herz allerdings wieder zusammengesetzt hat, sind Ellas Konversationen mit Cinder. Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach großartig und obwohl die Leben der beiden sich stark unterscheiden – wie stark weiß man nur als Leser – sind sie komplett auf einer Wellenlänge. Es hat mir super viel Freude bereitet, mitzuerleben wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt.


Fazit

Obwohl das Buch einige heftige Themen behandelt, haben mich andere Stellen einfach nur glücklich grinsend das Hörbuch hören lassen. Trotz aller Rückschläge in Ellamaras Leben gibt es Hoffnung und ich habe es mit einem richtig guten Gefühl beendet.

Leseplanung und #JanReadMo20

Hey und hallo! Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.

Vielleicht habt ihr im November den #NovReadMo mitbekommen, bei dem als Gegenpart zum NaNoWriMo täglich 100 Seiten gelesen werden sollten. Ich habe sehr gern (und sogar sehr erfolgreich) teilgenommen und mich deshalb tierisch gefreut, als Jen eine Verlängerung angekündigt hat – und zwar für das ganze Jahr. Zusätzlich gibt es noch extra Challenges für jeden Monat und darauf freue ich mich besonders. Alle Infos und ihre Übersicht für den Januar gibt es hier.

readmo20

Das Seitenziel liegt dieses Mal bei 2800.

Es sollen 10 Bücher gezeigt werden, die in den kommenden 6 Monaten gelesen werden wollen.

Ein gelesenes Buch soll blau sein und eines von eine_r/m deutschsprachigen Autor_in.

Im folgenden zeige ich euch deshalb erst mal die Bücher, die ich in nächster Zeit lesen möchte und dann die Liste, wie viel ich an den jeweiligen Tagen gelesen habe. Diese wird regelmäßig aktualisiert (die erste Zahl ist geschätzt und die für Cassardim nur annähernd, weil ebook). Weiterlesen „Leseplanung und #JanReadMo20“

Jahresrückblick 2019

Persönliches

In meinem letzten Rückblick war ich noch sehr planlos und wusste überhaupt nicht, was mich 2019 erwarten würde. Mein Studium neigte sich dem Ende zu und ich hatte noch keinen Plan, was danach kommen würde. Das hat sich danach aber recht bald ergeben, sodass ich im März meinen Ausbildungsvertrag unterschrieb, mich auf Wohnungssuche machte und meine Bachelorarbeit begonnen hatte. Letzteres hat mir wirklich Spaß gemacht und ich vermisse die Uni inklusive Hausarbeiten tatsächlich.

Im Juli bin ich dann von zu Haus aus- und 350km entfernt mit meinem Freund zusammengezogen. Das war eine ziemliche Umstellung, ich habe mich aber schnell eingelebt und genieße jetzt sowohl die Zeit in der neuen als auch die Besuche in der alten Heimat.

Rückblick 2019.2

Wie wird 2020?

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