[Rezension] Girl, Woman, Other

Autorin: Bernardine Evaristo
Verlag: Penguin
Sprache: englisch
Deutsche Ausgabe: btb Verlag / Tropen Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 464
Reihe: –
Erschienen: März 2020

Inhalt

Bernardine Evaristo gibt einen Einblick in die Leben verschiedenster Figuren. Die meisten sind schwarze Frauen, das trifft aber nicht auf alle zu und auch sonst haben sie so viele Gemeinsamkeiten, wie sie unterschiedlich sind. In den verschiedenen Kapiteln bekommen wir Einblicke in die Leben von zwölf Menschen, die teils auf unerwartete Weise verknüpft sind.

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[Rezension] Shake things up

Autorin: Skye Kilaen
VerlagSelfpublished
Format: Taschenbuch, ebook
enthalten in Kindle Unlimited
Erschienen: März 2022
Seitenzahl: 238
Reihe: Love at Knockdown
1. Get it Right
2. Shake Things up
3. Check your work (November 2022)

Inhalt

Noelle wurde gerade aus ihrem Job gefeuert, dem sie ihr ganzes Leben gewidmet hat und als sie zu Hause ankommt, trifft sie dort ausgerechnet ihren Freund, der sie gerade betrügt. Nachdem er rausgeworfen wurde, bleibt allerdings ausgerechnet die andere Frau um ihr beim Packen zu helfen. Kurzerhand bietet Allie Noelle an, vorrübergehend bei ihr und ihrem Freund Matt einzuziehen. Die beiden sind in einer offenen Beziehung und irgendwie hat Noelle es Allie mehr angetan, als sie zugeben möchte.

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[Rezension] Get it right

Autorin: Skye Kilaen
Verlag: Selfpublished
Format: Taschenbuch, ebook
enthalten in Kindle Unlimited
Erschienen: Dezember 2020
Seitenzahl: 146
Reihe: Love at Knockdown
1. Get it Right
2. Shake Things up
3. Check your work (November 2022)

Inhalt

Finn ist noch nicht lange aus dem Gefängnis entlassen, als sie zufällig auf Vivienne trifft: Ihre frühere Krankenschwester, mit der sie sich für die Umstände immer schon ein wenig zu gut verstanden hat und die plötzlich von einem Tag auf den anderen von der Arbeit verschwunden war. Jetzt scheint den beiden endlich nichts mehr im Weg zu stehen, aber erst muss Finn herausfinden, ob Vivienne genauso fühlt. Diese hat aber gerade ein ganz anderes Problem.

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Meinung

Es handelt sich hierbei nur um eine Novelle mit knapp 140 Seiten, weshalb wir im Grunde mitten im Geschehen starten. Wir erleben kurz den letzten gemeinsamen Tag der beiden auf der Krankenstation und machen danach einen Zeitsprung in die Zeit „danach“. Finn ist nun aus dem Gefängnis entlassen, übergangsweise bei Familienangehörigen untergekommen und versucht nun wieder, auf eigenen Beine zu stehen. Ich mochte es sehr, dass das Thema Gefängnis ein wenig repräsentiert wurde, dazu kommt noch, dass Finn regelmäßige Migräne hat, die sie stark einschränkt und auch sowas sieht man in Büchern zu selten, weshalb ich das spannend fand.

Wenn ihr nicht mehr über die Handlung wissen wollt, dann könnt ihr einfach weiterspringen, ansonsten könnt ihr gerne den folgenden Abschnitt lesen, um noch einen weiteren Aspekt zu erfahren, den ich sehr mochte.

ausklappen:

Vivienne ist schwanger und überlegt noch, ob sie das Baby bekommen möchte. Auch das fand ich klasse als Repräsentation, denn sie überlegt ganz rational, ob sie sich in ihrer aktuellen Situation ein Kind leisten und sich darum kümmern kann, wägt die Vor- und Nachteile ab und es werden verschiedene Punkte diskutiert, die ich ganz großartig fand.

Toll ist auch der diverse Cast, denn im Grunde ist keine der Figuren im Mittelpunkt hetero und wenn man bedenkt, dass queere Menschen meist zueinanderfinden, fand ich das auch überhaupt nicht unrealistisch. Es wird auch ganz offen über die versfchiedenen Labels gesprochen. Finn ist lesbisch, Vivi ist pansexuell und beide sind sehr offen damit. Es gibt auch Personen, die damit Probleme haben, das wird aber nicht konkret on page thematisiert, weshalb man das Buch auch gut lesen kann, wenn man sich gerade nicht mit soetwas auseinandersetzen möchte.

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Fazit

Insgesamt habe ich es sehr gerne mit einem Lächeln auf dem Gesicht gelesen und hatte eine gute Zeit dabei. Es ist der erste Band einer Companion Reihe und ich kann bereits verraten, dass mir die Fortsetzung noch besser gefallen hat.

[Kurzrezensionen] Cheer up / The Tea Dragon Society

Autorin: Crystal Frasier
Illustrationen: Val Wise
Sprache: englisch
Verlag: Oni Press
Seitenzahl: 129
Reihe: –

Annie muss für ihre College Bewerbungen dringend einem Club beitreten um zu zeigen, dass sie auch die sozialen Anforderungen erfüllt. Als ihre Mutter Cheerleading vorschlägt, hält sie es für lächerlich, aber Dank ihrer früheren Freundin Bebe wird sie tatsächlich aufgenommen. Diese hat allerdings ganz eigene Probleme, bei denen sie Annies Unterstützung braucht.

Der Stil hat mir hier sehr gefallen. Besonders die Gesichtsausdrücke und die Gestik haben es mir richtig angetan. Es handelt sich nur um eine kurze Graphic Novel, aber trotzdem geht es um wichtige Themen. Bebe ist ein trans Mädchen und wird nur mehr oder minder von ihren Eltern unterstützt. Ihre Transition ist quasi an Bedingungen geknüpft und das wird kurz thematisiert. Annie muss sich ihren Vorurteilen gegenüber Cheerleadern stellen, als sie merkt, wie nett und unterstützend die Gruppe ist, sobald man sich dort eingefunden hat, aber auch dort läuft nicht alles perfekt ab. Ich fand es schön anzusehen, wie Bebe immer mehr lernte, für sich selbst einzustehen und Annie sie dabei unterstützen konnte. Ich hätte gerne noch mehr von den Figuren gelesen, aber die Geschichte hat mich sehr zufrieden zurückgelassen.

Weitere Repräsentation (ausklappen)

weiblich-weibliche Liebesgeschichte, nichtbinäre Nebenfigur

 

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Autor*in: Kay O’Neill
Verlag: Oni Press
Seitenzahl: 73 / 135 / 137
Reihe:
1. The Tea Dragon Society
2. The Tea Dragon Festival
3. The Tea Dragon Tapestry
Altersempfehlung: 9-12

The Tea Dragon Society

Greta, die eigentlich von ihrer Mutter das Handwerk des Schmiedens lernt, findet einen kleinen Drachen und rettet ihn vor hungrigen Tieren. Als sie ihn zu seinem Besitzer zurückbringt, erfährt sie, dass es sich um einen Teedrachen handelt. Aus seinen Blättern kann ein ganz besonderer Tee zubereitet werden, aber sich um Teedrachen zu kümmern ist keine Kleinigkeit. Sie nimmt aber gern das Angebot von Hesekiel an, es zu lernen.

Der Kunststil der Graphic Novel ist absolut schön. Ich liebe die Farben, die Figuren wirken irgendwie liebevoll und die Teedrachen sind zum knuddeln. Greta lernt dort nicht nur Hesekiel kennen, der sich mit seinem Mann Erik um die Wesen kümmert, sondern auch Minette, die von den beiden dort aufgenommen wurde und sehr zurückhaltend ist. Mit der Zeit lernt sie nicht nur einiges über die Drachen, sondern auch über die anderen Bewohner. Die Geschichte ist sehr, sehr süß und die Zeichnungen wunderschön. Dieser erste Band ist nicht besonders ereignisreich, aber ein richtiges Wohlfühlbuch, wenn man mal für ein Stündchen aus dem Alltag raus und einfach eine Geschichte genießen möchte.

The Tea Dragon Festival

Hier folgen wir der Hauptfigur Rinn, die nichtbinär ist. Das wird nur durch die Charaktervorstellung am Anfang deutlich, in der ohne weitere Erklärung they-Pronomen verwendet werden und diese selbstverständliche Einbindung war richtig schön. Beim Kräuter sammeln stößt they im Wald auf den Drachen Aedhan, der eigentlich das Dorf beschützen sollte, aber ungeplant für 80 Jahre geschlafen hat und es geht nun darum herauszufinden, wie das passieren konnte. Rinns Onkel ist Erik, den wir schon in Band 1 kennengelernt haben und die Verbindung mochte ich sehr. Der Stil der Zeichnungen ist hier wieder unglaublich schön, die Dialoge sind toll und besonders sticht hier heraus, dass es eine Figur gibt, die Gebärdensprache nutzt und das Dorf kommuniziert ganz selbstverständlich auf diese Weise mit ihr. Insgesamt wieder eine sehr süße Geschichte.

The Tea Dragon Tapestry

Im Abschlussband kehren wir zurück zu den Figuren aus Band 1, die mittlerweile alle etwas gealtert sind. Auch Rinn und Aedhan tauchen als Gäste auf, was ich schön fand. Die Geschichte mochte ich, aber ich hatte den Eindruck, dass die Zeichnungen etwas gröber waren, gerade bei Landschaften habe ich die unglaublichen Details vermisst, die die Graphic Novels bisher zu bieten hatten. Die Handlung ist mir nicht wirklich in Erinnerung geblieben, aber es war wieder eine kurzweilige Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Am Ende gibt es einen Epilog, der ein wenig in die Zukunft schaut, sodass es einen runden Abschluss gibt.

[Rezension] Superbusen

Autorin: Paula Irmschler
Verlag: Claassen (Ullstein)
Format: Hardcover / Taschenbuch
Seitenzahl: 320
Reihe: –
Erschienen: Februar 2020

Inhalt

Gisela ist nach Berlin gezogen um Chemnitz zu entkommen, der Stadt, in die sie eigentlich aus Dresden entkommen wollte. Ihr Leben dort hatte sie quasi auf Pause gestellt, aber nun kehrt sie dorthin zurück. Was sie jetzt vor hat, weiß sie noch nicht, aber vielleicht findet sie es ja heraus, wenn sie dort ist.

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