[Rezension] A Slow Fire Burning

Autorin: Paula Hawkins
Verlag: Doubleday
Deutsche Version: Wer das Feuer entfacht,
Blanvalet Verlag
Erschienen: August 2021
Seitenzahl: 320
Reihe: –

Content Notes (ausklappen)

Blut, Tod, Kindestod, Mord, Entführung, Autounfall

 

Inhalt

Daniel wird mit tödlichen Stichwunden auf seinem Hausboot gefunden. Seine Nachbarin Miriam ist diejenige, die ihn gefunden hat und kurz zuvor hat sie zwei Frauen in der Nähe gesehen: Laura und Carla; seinen One-night-stand und seine Tante.

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Kurzrezensionen: In drei Tagen bist du wieder tot & Lola and the Boy next door

In drei Tagen bist du wieder totIn drei Tagen bist du wieder tot (Kelly Meding)

Evy versteht die Welt nicht mehr, als sie plötzlich in einem fremden Körper aufwacht – und das auch noch in der Autopsie. Sie stellt fest, dass ihre letzten Erinnerungen eine Woche alt sind und nichts Gutes erahnen lassen, bevor ein Bekannter ihre Erfahrungen bestätigt. Zusammen mit der Enthüllung, dass sie nach ihrem Tod wiederbelebt wird, eröffnet er ihr auch, dass sie nur drei Tage Zeit haben, um etwas wichtiges herauszufinden, das womöglich das Schicksal der Menschen beeinflussen wird.

Dieses Buch geht in Richtung Fantasy-Thriller, denn Evy jagt übernatürliche Wesen wenn sie Ärger machen. Diesmal war allerdings sie die, die Ärger hatte, denn sie hat nicht überlebt. Da sie selbst ihre Erinnerungen teilweise verloren hat, rätselt man auch als Leser mit, während man zumindest über die weiteren Umstände nach und nach aufgeklärt wird. Für mich persönlich hat vieles zu lange gedauert, sodass ich beim Lesen etwas ungeduldig wurde. Evy als Protagonistin hat mich aber durchhalten lassen, denn sie ist mutig und nimmt kein Blatt vor den Mund, wodurch ich sie bei ihren „Ermittlungen“ gerne begleitet habe. Ich wurde hin und wieder wirklich von einer Wendung überrascht, auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen hatte. Insgesamt würde ich das Buch weiterempfehlen, wenn ihr diese Art Geschichte mögt.

PAN Verlag, 480 Seiten, Taschenbuch, Band 1 von 6, allerdings der einzige auf Deutsch.


Lola and the boy next doorLola and the Boy next door (Stephanie Perkins)

Lola ist glücklich mit ihrem Freund Max, auch wenn ihr Umfeld aufgrund des Altersunterschieds gegen die Beziehung ist. Sie lässt sich davon nicht stören und macht das Beste draus. Als plötzlich ihre ehemaligen Nachbarn wieder zurückkehren, bringt das alles durcheinander, denn auch Cricket ist wieder da, der Junge, der ihr vor zwei Jahren das Herz gebrochen hat.

Lola ist ein toller Charakter. Sie wohnt mit ihren beiden Vätern zusammen, die zwar streng sein können, sie aber unterstützen und ihr auch nicht ihre verrückten Outfits ausreden wollen, die überall Aufmerksamkeit erregen. Sie hat sich selbst geschworen, niemals das gleiche Outfit zwei mal zu tragen, ist kreativ und entschlossen und ich mochte sie sehr. Eine weniger gute Eigenschaft ist, dass sie manche Dinge lieber für sich behält, obwohl sie mit jemandem – und oft mit einer ganz bestimmten Person – darüber reden sollte. Das ist allerdings sehr glaubhaft und macht sie nicht zu einer schlechteren Figur, sondern zu einer vielschichtigeren. Besonders gefällt mir, dass über falsches Verhalten nicht einfach hinweggesehen, sondern reflektiert wird. Sehr mochte ich die Beziehung zwischen ihr und Cricket, die sehr zögerlich wieder anfängt, weil beide nicht über die früheren Ereignisse hinweg sind. Ich mochte ihn als Charakter aber sehr und er und Lola haben eine unglaubliche Chemie.
Süß, wenn auch eher nebensächlich, fand ich die Tatsache, dass Anna und Étienne aus dem unabhängigen Vorgängerband („Anna and the french kiss“ / „Herzklopfen auf Französisch“) als Nebencharaktere aufgetreten sind.

Verlag: Speak, Seitenzahl: 338, Deutscher Titel: „Schmetterlinge im Gepäck“ (cbj)

[Rezension] Libellenfänger

 

Titel: Libellenfänger
Autor/in: Katja Brandis
Verlag: IVI
Format: broschiert
Preis: €14,99
Seitenzahl: 364
Reihe: – (1. Oktober 2012)
 
Inhalt: Niemand an Rickys Schule weiß, dass sie als Kind einige Jahre mit ihrer Mutter im Gefängnis gelebt hat. Und das soll auch so bleiben. Doch als eine Mitschülerin in der Disko plötzlich tot umkippt, fühlt sie, dass dieser Tod keine natürliche Ursache hatte. Also nutzt sie ihre Kontakte zu den Menschen aus der JVA und macht sich daran, selbst zu ermitteln und den Mörder zu finden.

Meinung:
Dieses Buch ist ein Jugendthriller und da ich sowas sonst nicht lese, fällt mir die Bewertung etwas schwer. Trotzdem hier meine Meinung:
Ricky stellt immer neue Vermutungen an und verdächtigt wahllos Leute. Das fand ich nicht nur verwirrend und sehr unklug, sondern auch etwas nervig. Wenn eine Mitschülerin von mir ermordet werden würde, würde ich auch nicht jedem Menschen unterstellen, dass er es gewesen sei.
Obwohl niemand Ricky glaubt, dass es ein Mord war, versucht sie hartnäckig den Mörder zu finden. Sie hat zwar keinerlei Indizien, dass Antonias Tod keine natürliche Ursache hatte, aber sie besteht trotzdem darauf.
Der Anfang des Buches zog sich ziemlich. Ricky fängt mit ihren „Ermittlungen“ an, macht aber erst einmal keine nennenswerten Fortschritte.
Erst nach etwa 200 Seiten konnte mich die Geschichte packen. Da hat sie zwar auch noch keinen wirklich fundierten Verdacht, aber durch Marek, der mit ihr zusammen den Täter sucht, wurde das Buch spannender. Marek ist ein interessanter Charakter. Er erzählt nicht viel von sich, aber zwischendurch macht er Andeutungen, wo man sich als Leser selbst zusammenreimen muss, was sie bedeuten sollen.
Nach diesen 200 Seiten konnte mich das Buch wirklich fesseln. Von da an habe ich es fast am Stück zu Ende gelesen.
Fazit:
Ein etwas zäher Anfang, bis nach 200 Seiten langsam Spannung aufkommt. Gegen Ende wurde das Buch richtig super, aber bis dahin habe ich mich auch öfter mal über die Protagonistin ärgern müssen.
3/5 Punkten

[Rezension] Whisper Island – Sturmwarnung

Whisper Island – Sturmwarnung wurde von Elizabeth George geschrieben. Es ist der 1. Teil einer Reihe.
Inhalt: Hannah kann Gedanken lesen. Sie hört, was die anderen Menschen denken wie ein ständiges Flüstern. So findet sie heraus, dass ihr Stiefvater, der sie schon lange für seine Geschäfte missbraucht, seinen Geschäftspartner ermordet hat. Nun möchte er Hannah töten, damit sie niemandem davon erzählen kann.
Ihre Mutter verändert ihr Aussehen und bringt sie nach Whidbey Island, wo ihr Stiefvater sie nicht finden kann. Schon auf dem Weg dorthin begegnet sie einem Jungen, von dem sie sich angezogen fühlt. Als sie auf der Insel ankommt stellt sie fest, dass die Freundin ihrer Mutter, bei der sie leben sollte, gestorben ist. Sie lernt Seth kennen, der ihr hilft einen Ort zu finden, wo sie bleiben kann. Sie zieht in ein Motel, welches Debbie gehört. Sie stellt keine Fragen und Becca (wie sie sich jetzt nennt) darf dort wohnen, wenn sie ein paar Bedingungen erfüllt. Einige Tage später gehen die beiden in den Wald, um mit Seths Hund zu laufen. Dort findet Becca Derric, den Jungen von der Fähre, verletzt an einem Abhang liegen. Sie ruft den Krankenwagen und verschwindet, bevor die Polizei sie sehen kann, doch diese ist weiterhin auf der Suche nach der Anruferin, da sie denken, der Anrufer könnte Derric geschubst haben.
Meinung:
Zuerst muss ich sagen, dass mir die Hauptperson nicht besonders sympathisch war. Sie ist total paranoid! Klar, ihr Vater ist auf der Suche nach ihr und möchte sie töten. Allerdings ist sie auf der anderen Seite des Landes, hat einen anderen Namen angenommen und sieht mit ihren gefärbten Haaren und dem starken Make-up komplett anders aus als sonst, sodass er sie vermutlich gar nicht erkennen würde, wenn sie ihm begegnet.
Außerdem ist sie absolut undankbar. Sie freundet sich mit Seth an, der ihr immer und immer wieder hilft, wenn sie ihn braucht und auch, wenn sie ihn eigentlich nicht gebraucht hätte. So sucht er ihr einen Ort, wo sie bleiben kann, hilft ihr mit ihrer Arbeit im Motel und fährt sie dauernd irgendwohin, weil Becca zu faul ist, mit dem Fahrrad zu fahren. Und was tut sie dafür? Gar nichts. Sie bedankt sich nicht mal! Seth wird ihretwegen sogar verdächtigt, Derric angegriffen zu haben. Trotzdem steht er zu ihr und hilft ihr.
Seth ist super gelungen. Er ist nicht ganz perfekt, hat aufgrund einer Lernschwäche die Schule abgebrochen und die falschen Freunde, wodurch er für einen Drogensüchtigen gehalten wird. Trotzdem ist er nett und hilfsbereit, obwohl er durchaus seine eigenen Probleme hat.
Über Derric erfährt man so gut wie gar nichts, da er den Größten Teil des Buches nicht ansprechbar ist.
Die Idee der Geschichte finde ich gut. Natürlich ist Gedanken lesen nichts Neues und über Unfälle, wo man den Täter sucht gibt es auch unzählige Bücher. Beides in Kombination war aber ganz interessant.
Jetzt komme ich zur Kritik. Schon allein der Anfang ist total unglaubwürdig. Eine Mutter schickt ihre 14-jährige Tochter doch nicht einfach so auf eine Insel, mit nichts anderem als einem Handy. Dann kommt sie dort an, und genau in diesem Moment ist ihre Kontaktperson gestorben. Und dann schläft sie auch noch lieber in einer Hundehütte, als einfach den Ehemann dieser Kontaktperson zu fragen, der nur wenige Meter von ihr entfernt steht?
Das macht doch keinen Sinn? Aber das war nicht alles, was ich an dem Buch auszusetzen hatte.
Das Buch hat 445 Seiten – und es ist so gut wie gar nichts passiert.
Das ganze Buch über wird nur nach der Person gesucht, die Derric geschubst hat. Dabei kommt die Polizei und auch sonst niemand aber kein Stück weiter, weil niemand etwas gesehen hat und auch Becca in den Gedanken der Menschen keine Hinweise auf den Täter findet. Ich selbst hatte meine eigene Vermutung wer es gewesen sein könnte, diese hat sich allerdings als falsch herausgestellt. Die tatsächliche Auflösung fand ich einfach nur lächerlich.
Ich habe auch noch ein paar Kleinigkeiten, die ich gerne loswerden möchte.
Zum einen gab es jedes Mal, wenn Becca irgendwo hin wollte, ausführliche Wegbeschreibungen mit Straßennamen etc. womit aber eigentlich überhaupt nichts anfangen konnte. Ich meine, ich merke mir doch nicht jede Straße & Kurve, von der ich in einem Buch lese. Es wird auch immer wieder wiederholt, wie steil die Straßen sind und wie anstrengend es für Becca ist, mit dem Fahrrad diese Strecken zu fahren.
Später wird dann immer wieder erklärt, dass es für sie mittlerweile kein Problem mehr ist, weil sich ihre Kondition stark verbessert hat.
Einmal ist das ja interessant, aber danach reicht es auch.
Was ich sehr gut fand ist aber, dass es nicht so eine typische Dreiecks-Geschichte ist, wie es sie mittlerweile in fast jedem Buch gibt. Es streiten sich diesmal nicht zwei Typen um ein unglaublich hübsches Mädchen. Becca ist nicht besonders hübsch und nur in einen Jungen verliebt und der andere ist einfach nur ein guter Freund. Dass sowas überhaupt möglich ist, liest man in den wenigsten Büchern.
Indirekt ist das Buch auch über Drogen und Vorurteile, sodass man sich über dieses Thema ein paar Gedanken macht.
Fazit:
Das Buch hätte viel Potenzial gehabt, das eigentliche Thema, die Fähigkeiten der Protagonistin, geriet allerdings leider total in den Hintergrund.
2 / 5 Punkten
Whisper Island wurde im November im Egmont INK Verlag veröffentlicht. Das Buch hat 445 Seiten und kostet €19,99.