[Kurzrezensionen] Vegas Nights: Maybe next time, Maybe this time, Maybe one more time

Autorin: Christina C. Jones
Verlag: Warm Hues Creative
Reihe: Vegas Nights
Seitenzahlen: 83 / 76 / 85
Preis: jeweils etwa € 3,-
enthalten in Kindle Unlimited

Maybe next time

Kensa hat gerade die Scheidung eingereicht, aber ihr Mann Denver möchte das nicht akzeptieren. Obwohl ihre Entscheidung festzustehen scheint, ist er fest entschlossen, den Konflikt auszudiskutieren – und muss dabei lernen, dass er es völlig falsch angeht.

Das Thema der Novelle fand ich spannend, denn in Liebesromanen geht es in der Regel darum, wie ein Pärchen zusammenfindet – nicht darum, wie es sich trennt. Ich fand es interessant, wie man so eine Versöhnung darstellen und welcher Konflikt dahinterstehen könnte. Die Umsetzung ließ dafür aber für mich zu Wünschen übrig.

Ich sehe nichts falsches daran, um seine Ehe kämpfen zu wollen, aber einen Mitarbeiter seiner Frau mit einer Waffe zu bedrohen, weil er zu nah an ihr dran steht, ihr mehrfach Sex aufzudrängen und sie anschließend zu entführen, damit man in Ruhe mit ihr reden kann, scheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Als die beiden dann endlich anfangen zu reden, wird das Buch etwas besser, aber es lief mir tatsächlich alles etwas zu glatt und das Problem war sehr schnell gelöst. Das hat das ganze vorherige Drama noch lächerlicher erscheinen lassen. Man merkt einfach, dass hier der Sex im Mittelpunkt stehen sollte und es der Autorin nicht darum ging, eine glaubhafte Geschichte zu schreiben. Weiterempfehlen würde ich das Buch nicht.

__________________________________

Maybe this time

Dieser Band folgt Kensas Bruder Trace und seiner besten Freundin Desiree und ich kann kaum glauben, dass die beiden Bücher von der gleichen Autorin geschrieben wurden. Der Stil ist natürlich der gleiche, aber es ist inhaltlich nicht zu vergleichen mit dem problematischen ersten Teil. Hier folgen wir zwei besten Freund*innen, die nach einer durchfeiertagen Nacht aufwachen und offenbar nicht nur miteinander geschlafen, sondern auch geheiratet haben. Wir befinden uns hier direkt mitten im Geschehen und es geht auch gleich mit einer Sexszene los – kleine Vorwarnung also.

Trace und Des waren mir gleich sehr viel sympathischer als die beiden Hauptfiguren aus dem ersten Band und die Beziehung zwischen den beiden wirkt auch viel realer. Sie sind bisher nur Freunde gewesen und während Trace wusste, dass er seit einer Weile mehr von ihr möchte, war das für Des bisher gar keine Option und sie muss sich erst mal in der neuen Rolle zurechtfinden. Ihre Überlegungen und Sorgen waren gut dargestellt und für die Kürze der Novelle auch gut umgesetzt. Insgesamt hat mir das Lesen hier viel Spaß gemacht und ich hätte mir die Geschichte auch gut als vollständigen Roman vorstellen können. Diesen zweiten Band würde ich tatsächlich empfehlen und er lässt sich auch problemlos ohne den ersten lesen, da es um andere Figuren geht.

__________________________________

Maybe one more time

Hier geht es um Nessa, die Schwester von Trace und Kensa. Sie lernt über die Arbeit Blue kennen, Anführer einer Motorradgang und es gibt sofort eine krasse Anziehung zwischen den beiden. In diesem Band geht es zum ersten Mal um ein Paar, das sich noch nicht kannte und das merkt man. Auch wenn schon die anderen beiden Teile sehr Sex-lastig waren, steht er hier umso mehr im Mittelpunkt, denn eine emotionale Komponente gibt es hier im Grunde nicht. Zwar sprechen beide Figuren davon, dass es mehr ist oder sein könnte, aber man merkt als Leser*in nichts davon und nicht nur die Interaktionen, sondern auch das Innenleben der Figuren ist einfach sehr flach. Wenn man für die Sexszenen zum Buch greift, könnte man zufrieden sein (Vorsicht: kinky) aber mehr sollte man sich hier nicht erwarten.

__________________________________

Fazit

Ich bin auf die Reihe gestoßen, weil jemand den zweiten Band empfohlen hat. Ich erinnere mich nicht mehr genauer daran, was dazu gesagt wurde, aber ich verstehe nun, wieso die anderen beiden Teile in der Empfehlung nicht mit eingeschlossen waren, denn rückblickend hätte ich dem vertrauen und sie nicht lesen sollen. Der zweite Band gefiel mir aber wirklich gut und zumindest bei ihm bin ich froh, ihn gelesen zu haben. Die knapp 3 €, die die Teile jeweils regulär kosten, hätte ich für diese Länge aber nicht ausgegeben, weshalb ich froh bin, dass sie in Kindle Unlimited enthalten sind.

[Reihenrezension] Binti

Binti ist eine Science Fiction Reihe, die aus drei Novellen besteht und von der Autorin dem Genre africanfuturism zugeordnet wird. Die Bände erschienen im Original einzeln, im Deutschen gibt es einen Sammelband aus dem Cross Cult Verlag mit insgesamt 400 Seiten. Ich gehe in dieser Rezension nicht genau auf den Inhalt der Folgebände ein, aber wenn ihr ganz auf Nummer sicher gehen und Spoiler vermeiden möchtet, nehme ich es euch natürlich nicht übel, wenn ihr diese Abschnitte nicht lest.

Content Notes
Tod, Blut, Trauma, Rassismus
 

Band 1: Binti / Allein

Binti ist eine master harmonizer und vom Volk der Himba, die traditionell ihren Heimatort nicht verlassen. Trotzdem treibt es Binti in die Welt hinaus, denn sie ist eine der wenigen – und die erste Himba überhaupt – die sich mit ihren mathematischen Fähigkeiten für die Oomza Universität qualifiziert hat. Obwohl ihre Familie und Freunde stark dagegen sind, beschließt sie, die Erde zu verlassen und zu studieren. Alles läuft gut, bis ihr Schiff plötzlich von Medusen angegriffen wird, die schon lange im Krieg mit den Menschen sind…

Weiterlesen „[Reihenrezension] Binti“