[Rezension] Wir in drei Worten

Autorin: Mhairi McFarlane
Verlag: Knaur
Format: broschiert
Seitenzahl: 496
Preis: €10,99
Reihe: –
(„After hello“, Kurzgeschichte die nach dem Roman spielt, nur auf Englisch verfügbar)


Inhalt

Rachel und Ben waren auf der Uni die besten Freunde. Mehr hat sich zwischen ihnen nie entwickelt, denn sie war während der gesamten Zeit mit ihrem langjährigen Freund zusammen. Jetzt, 10 Jahre später, trennt sie sich von ihm – und trifft kurz darauf nach all den Jahren wieder auf Ben. Etwas ist in der letzten Nacht der Unizeit passiert und seitdem haben sie sich nicht mehr wiedergesehen. Bis jetzt.


Meinung

Dieses Buch hat wirklich alles, was ein guter Liebesroman braucht. Eine sympathische Hauptfigur, die nicht perfekt ist, sondern realistische Macken hat. Gute Freunde, die ihr Halt geben. Einen zweiten Charakter, der mindestens ebenso sympathisch ist. Die Kombination Rachel und Ben hat mir sehr gefallen. Sie passen wirklich perfekt zusammen, ob nun als Freunde oder als Paar – auch wenn sie nie eins gewesen sind. Ihr Humor ist fantastisch und zieht sich durch das ganze Buch, wodurch ich ständig lächeln musste. Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen, wirklich eine realistische Beziehung zwischen zwei Charakteren aufzubauen, die nicht auf der Optik oder Liebe auf den ersten Blick beruht, sondern wirklich darauf, dass sie charakterlich zueinanderpassen und deshalb Freunde geworden sind.

 

Wie schon erwähnt ist das Buch wirklich lustig, aber nicht nur das. Natürlich läuft nicht alles perfekt, schon angefangen mit einer Trennung nach über 13 Jahren Beziehung und einer geplanten Hochzeit. Es passieren so einige dramatische Dinge, die teils Schwung in die Geschichte bringen und teils mich als Leser mitfühlen ließen. Das Buch bietet eine Bandbreite an Emotionen und konnte mich dadurch sehr überzeugen.

Trotz der 495 Seiten – ziemlich viel für einen Liebesroman – kam keine Langeweile auf. Ich mochte die Charaktere sehr und habe sie gern auf jeder Seite begleitet und darauf gebrannt, zu erfahren, ­was in der Vergangenheit vorgefallen ist.


Fazit

Ein fantastischer Liebesroman, der mich mit einer Bandbreite an positiven und negativen Emotionen und großartigen Charakteren überzeugen konnte.

5/5 Punkten

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[Rezension] Auf Null

Autorin: Catharina Junk
Neuer Titel: Liebe wird aus Mut gemacht
Verlag: Kindler
Format: Hardcover
Seitenzahl: 396
Preis: €19,95 / €9,99
Reihe: –


Inhalt


Nina wurde gerade aus dem Krankenhaus entlassen: Ihre Leukämie ist vorerst besiegt. Trotzdem kann sie ihr Leben nicht einfach wieder dort aufnehmen, wo sie ein Jahr zuvor stehen geblieben ist. Sie weiß nicht, ob ein Studium immer noch das richtige für sie ist und auch die Beziehung zu ihrer Familie und ihren Freunden ist nicht mehr so, wie sie mal war. Durch einen Zufall lernt sie Erik kennen und verguckt sich auf Anhieb, aber kann sie sich auf jemanden einlassen, wenn sie immer mit einem Rückfall rechnen muss? Weiterlesen „[Rezension] Auf Null“

[Rezension] Bad Boys & Little Bitches

Autor: Andreas Götz
Verlag: Oetinger
Format: Hardcover
Seitenzahl: 269
Preis: €14,99
Reihe:
1. [dieses Buch]
2. ?


Inhalt


Lissy, Elif, Finn und Leon sind schon seit Kindestagen befreundet. Sie kennen die jeweils anderen fast so gut wie sich selbst und haben feste gemeinsame Routinen und nicht wirklich Geheimnisse voreinander. Als Vanessa neu an ihre Schule kommt und Teil der Gruppe wird, ändert sich das schlagartig. Sie wirft alles über den Haufen und übernimmt das Kommando. Als die Freunde beschließen, dass ihnen das zu viel wird, bekommt Vanessa davon Wind und plant sofort ihre Rache, denn sie vergisst oder vergibt nie etwas.
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[Rezension] Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Autor: Sebastian Niedlich

Format: Taschenbuch
Preis: €9,99
Seitenzahl: 328
Reihe: –

Inhalt


Martin ist noch ein Kind, als er zum ersten Mal dem Tod begegnet. Wörtlich gemeint. Er sieht als Einziger den Mann im schwarzen Kapuzenmantel und fängt sogar an, sich mit ihm anzufreunden. Über die Jahre hinweg begegnet er ihm immer wieder und Martin hat sich schon fast daran gewöhnt, allerdings fängt der Tod irgendwann an, gewisse Andeutungen zu machen…

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[Rezension] Alles, was ich sehe

Autorin: Marci Lyn Curtis
Verlag: Königskinder (Carlsen)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 432
Preis: €18,99
Reihe: –

 


Inhalt


Aufgrund einer Krankheit ist Maggie seit sechs Monaten blind. Dieser Vorfall hat ihr Leben natürlich grundlegend verändert und sie entmutigt. Bisher war Fußball ihr Lebensinhalt und die Sache, die sie mit ihrer Mutter verband, aber jetzt kann sie nicht mehr spielen und findet auch sonst nicht mehr viel Freude an Dingen, vor allem da sie auch den Kontakt zu ihren bisherigen Freunden abgebrochen hat. Dann lernt sie zufällig Ben kennen, ausgerechnet als sie gerade ausgerutscht und auf den Kopf gefallen ist – und kann ihn sehen. Nur ihn. Der 10-jährige sorgt dafür, dass sie das Leben wieder aus einer anderen Perspektive betrachtet – wortwörtlich.
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[Rezension] Godspeed – Die Reise beginnt (#1)

Autorin: Beth Revis
Verlag: Dressler
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
Preis: (aktuell?) €6,99
Reihe: Godspeed
1. Die Reise beginnt
2. Die Suche
3. Die Ankunft


Inhalt

Ein neuer Planet wurde entdeckt, auf dem das Leben genauso gut möglich sein soll, wie auf der Erde und einige auserwählte Menschen wurden eingefroren, damit sie am Ende der Reise wieder aufgeweckt und bei der Besiedelung des neuen Planeten helfen können. Darunter auch Amy, die dank ihrer Eltern mitkommen durfte, allerdings früher aufgeweckt wird, als geplant, nämlich als sich das Raumschiff noch mitten im Weltall befindet. Natürlich ist das für sie nicht einfach, aber dazu kommt noch, dass sie nicht die einzige ist, mit der das passiert – und die anderen haben nicht alle das Glück, rechtzeitig gefunden zu werden. Wer tötet plötzlich die früheren Erdbewohner und wieso?


Meinung

Das Buch ist aus Sicht von Amy und Junior geschrieben, deren Perspektiven sich abwechseln. Das besondere an Amy ist, dass sie von der Erde stammt und daher erst mal überhaupt keine Ahnung von ihrer neuen Umgebung hat. Der zweite Hauptcharakter ist Junior, der an Bord des Schiffes geboren wurde und der neue Anführer werden soll. Er kennt sich dort natürlich aus und dadurch erhalten wir als Leser genug Informationen, um uns trotz Amys Verwirrung ebenfalls dort zurechtzufinden. Das Leben und der Alltag auf dem Schiff erschließen sich damit stückweise, sodass es kein Infodumping gibt, sondern alles seiner Zeit erklärt wird. Teilweise auch Dinge, die Junior selbst noch herausfinden muss.
Beide Charaktere mochte ich und habe gern aus ihrer Sichtweise gelesen, auch wenn sie nicht perfekt sind. Oder auch gerade deshalb. Sie wirken authentisch und viel realistischer als sie es ohne Schwächen würden.

Die Geschichte spielt an Bord der Godspeed, einem riesigen Schiff, auf dem über 2000 Menschen leben und alles am Laufen halten sollen, bis sie auf dem neuen Planeten landen können. Natürlich lernt man nicht alle dieser Charaktere kennen, aber die, die eine Rolle gespielt haben, haben mir gut gefallen. Sie haben verschiedene Facetten und wirkten nicht stereotypisch. Außerdem ist es schwer, sie zu durchschauen und jeder hat versteckte Seiten, die mich überraschen konnten und damit die Spannung aufrecht erhalten haben.

Wie bereits erwähnt geht es hier primär darum, dass Amy zu früh aufgetaut wurde und sich nun in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden muss, aber auch darum herauszufinden, wer das getan hat und sich nun weitere Opfer gesucht hat. Auch was das angeht fand ich die Handlung nicht vorhersehbar, auch wenn ich zwischenzeitlich eine Vermutung hatte, allerdings nicht ganz so wie es letztendlich abgelaufen ist. Das Buch konnte somit mit einigen Entwicklungen und Enthüllungen überraschen und etwas schockieren. Außerdem spielen sekundär Themen wie Vorurteile eine Rolle, was mir gefallen hat.


Fazit

Eine gelungene Mischung aus Science Fiction und Dystopie für Jugendliche, die mich mit vielschichtigen Charakteren und einigen Wendungen überzeugen konnte.
5/5 Punkten

[Rezension] Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Autorin: Becky Chambers
Verlag: Fischer TOR
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 544
Preis: €9,99
Kaufen? *klick*
Reihe: Wayfarers
1. Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
2. Zwischen zwei Sternen (Januar 2018)
3. ?


Inhalt

Ashby ist Captain eines Raumschiffs, das Wurmlöcher entstehen lassen kann, mit denen man schnell und einfach zwischen und innerhalb der Galaxien reisen kann. Teil seiner Crew sind Mitglieder unterschiedlicher Spezies und Rosemary, der Neuzugang auf dem Schiff, ist zunächst überfordert von all den neuen Eindrücken. Als Ashby einen Job annimmt, der sie zu einem kleinen Planeten einer kriegerischen Spezies führen soll, beginnt eine lange Reise, die einige Zwischenfälle bereithält.


Meinung

Das Buch wird aus Sicht verschiedener Charaktere erzählt, die teilweise unterschiedlichen Spezies angehören. Für mich war das zunächst verwirrend, da ich noch keinen Überblick darüber hatte und dementsprechend nicht immer zuordnen konnte, wer wer ist. Das hat sich aber schnell gelegt, da jede der Figuren unterschiedlich ist und man dadurch schnell die Namen mit den entsprechenden Eigenschaften und Eigenarten verbinden kann.
Besonders spannend fand ich die verschiedenen Spezies, die nicht nur im Weltraum zu finden sind, sondern auch an Bord des Schiffes. Auch hier brauchte ich ein wenig Eingewöhnungszeit, weil man keine Einführung bekommt, sondern die Informationen über sie entweder selbst erschließen muss oder die Charaktere selbst einander etwas erklären. Diese Art, die Informationen einzuarbeiten, fand ich aber sehr gelungen, da man so nicht davon erschlagen wird.

Was die Handlung angeht passiert einen großen Teil des Buches nicht viel, weil es sich sehr auf die Charaktere und die Beziehungen untereinander konzentriert. Es gibt viele Gespräche, in denen diverse wichtige Themen angesprochen werden, was mir sehr gefallen hat. Das wirkt hier ganz natürlich und nicht zu gewollt, aber trotzdem gibt es viele fantastische Stellen, von denen ich gar nicht alle markieren konnte, weil sie so zahlreich sind. Außerdem gibt es auch abgesehen von den Spezies eine Menge Diversity, was ich super finde.

„Ninety percent of all problems are caused by people being assholes.“

An Spannung mangelt es dabei überhaupt nicht, weil ich viel zu sehr von den Charakteren und ihren Diskussionen untereinander gefesselt war. Daneben passieren aber natürlich auch einige Dinge, mit denen ich oft nicht gerechnet habe und die mich überraschen konnten.


Fazit

Ein Buch, das so sehr mit seinen Charakteren überzeugen kann, dass man als Leser selbst zur künstlichen Intelligenz an Bord des Schiffes eine Beziehung aufbaut. Obwohl das Buch in sich relativ abgeschlossen ist, kann ich es gar nicht abwarten, weiterzulesen.

5/5 Punkten